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WRC: Portugal-Rallye

VW: Aufholjagd und Powerstage-Sieg?

VW bläst am Sonntag nochmal zum Angriff: Kommt die große Aufholjagd von Andreas Mikkelsen und holt sich Sebastien Ogier den Sieg bei der Powerstage?

Nur noch knapp 68 Kilometer Sonderprüfung stehen während der Abschlussetappe der Portugal-Rallye am Sonntag auf dem Programm. "Zu wenig, um Kris noch einzuholen", glaubt Volkswagen-Pilot Sebastien Ogier, der am Ende der zweiten Etappe 45,3 Sekunden Rückstand auf Kris Meeke (Citroen) hat. "Ich bin heute so schnell gefahren, wie es ohne unsinnige Risiken ging. Mehr war einfach nicht drin", erzählt Ogier. "Das Positive ist, dass ich immer noch vor meinen direkten Konkurrenten in der Meisterschaft liege. Ich habe mir für Sonntag den Sieg auf der Powerstage vorgenommen, um drei zusätzliche WM-Punkte zu holen."

Zu denen gehört beispielsweise Andreas Mikkelsen, der mit nur 3,1 Sekunden Rückstand zu Teamkollege Ogier in den Sonntag geht. "Natürlich wäre es schön, den Abstand in der WM-Tabelle ein wenig zu verkürzen", sagt der Norweger selbstbewusst. "Der Samstag ist perfekt für mich gelaufen. Wenn ich mich nach dem Start am Sonntag wieder so gut fühle, wird voll attackiert."

Mikkelsen hatte für den Samstag die Differenziale und das Fahrwerk seines Polo R WRC komplett anders einstellen lassen als noch am Freitag. "Als hätte ich ein anderes Auto", schwärmt er und setzt ein wenig Hoffnungen in das Wetter. Am Samstag hatte es leicht geregnet, weitere Niederschläge und außerdem Nebel sollen die Sonderprüfungen des Sonntags aufweichen.

"Und dann wird die ganze Sache ziemlich rutschig, da kann noch eine Menge passieren", schaut Mikkelsen voraus. Er glaubt, dass nicht die berühmte Sonderprüfung "Fafe", sondern die fast doppelt so lange "Vieira do Minho" entscheiden wird. Beide Prüfungen werden am Sonntag je zweimal gefahren.

Dann wird es für Jari-Matti Latvala wohl vor allem darum gehen, heil ins Ziel zu kommen. Die nach dem Servolenkungsdefekt vom Freitag von Blasen übersäten Hände hatte er am Samstag mit Bandagen geschützt. "Das war kein Problem." Am Ende der zweiten Etappe ist er Sechster, hat aber größeren Abstand sowohl nach vorne als auch nach hinten.

Auch Latvala hat den Sieg auf der Powerstage im Visier. Außerdem will er nach der Zieldurchfahrt pünktlich vor dem Fernseher sitzen - am Sonntagabend spielt Finnland im Finale der Eishockey-Weltmeisterschaft in Russland. Für Latvala ebenso ein Pflichttermin wie für Beifahrer Miikka Anttila. "Auch wenn wir in der finnischen Liga unterschiedliche Teams anfeuern, in diesem Falle sind wir einer Meinung", schmunzelt Latvala.

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