RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Wales Rally GB

Nebel wirbelt Klassement durcheinander

Elfyn Evans führt die Wales Rally GB weiterhin an, doch dahinter kam es bei den Nachtprüfungen zu teils erheblichen Verschiebungen.

Fotos: RedBullContentPool

Vor dem Schlusstag der Wales Rally GB, zwölfter und vorletzter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2017, fährt Elfyn Evans (Ford) weiterhin seinem ersten WRC-Sieg entgegen, doch hinter dem Waliser wurde das Klassement bei den beiden Nachtprüfungen zum Abschluss des Samstags durcheinander gewirbelt. Profitiert hat davon Sebastien Ogier (Ford), der von Rang vier auf zwei nach vorne rückte, während sein Teamkollege Ott Tänak von Position drei auf sechs zurückfiel.

Wie befürchtet zog beim zweiten Durchgang der Sonderprüfung "Aberhirnant" Nebel auf, der dafür sorgte, dass die Fahrer teilweise im Blindflug durch die Prüfungen fahren mussten. "Ich sehe überhaupt nichts", schimpfte Tänak. "Stellenweise sieht man nicht einmal bis zum Ende der Motorhaube", berichtet Hayden Paddon (Hyundai). Und selbst Evans meint: "Völlig verrückt, einfach nur verrückt!"

Lediglich Jari-Matti Latvala ließ sich davon nicht verrückt machen und sorgte für den ersten SP-Sieg von Toyota bei der Wales Rally GB. "Manchmal muss man bei schwierigen Bedingungen angreifen, wenn man bei Tageslicht keine Chance hat", stellt der Finne zufrieden fest. Bei der zweiten Sonderprüfung des Abends "Dyfnant 2" spielte Nebel dann keine Rolle mehr, sodass sich das Geschehen beruhigte.

Evans geht mit einem deutlichen Vorsprung von 53,1 Sekunden auf Ogier in den Schlusstag. Aus eigener Kraft kann der amtierende und designierte neue Weltmeister seinen jungen Teamkollegen nicht mehr einholen. Doch mit Platz zwei könnte der Franzose mehr als zufrieden sein, denn damit würde er sich unabhängig vom Ergebnis der Powerstage vorzeitig den fünften WM-Titel in Folge sichern.

Allerdings musste auch Ogier am Sonntagabend eine heikle Situation überstehen, denn vor der letzten Sonderprüfung war vorne links an seinem Fiesta WRC die Bremsscheibe gebrochen. "Daher bin ich nur mit drei Bremsen gefahren. Es ist ein Wunder, dass wir überhaupt angekommen sind", sagt er.

Sicher kann sich Ogier seines zweiten Platzes am Schlusstag auch nicht sein, denn mit Thierry Neuville (Hyundai), Latvala, Andreas Mikkelsen (Hyundai) und Tänak sitzt ihm ein Quartett im Nacken, dass nicht mehr als 13 Sekunden Rückstand auf den Franzosen hat.

Am Sonntag stehen bei der Wales Rally GB noch fünf Sonderprüfungen über eine Gesamtdistanz von 41,17 Kilometern auf dem Programm.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Wales Rally GB

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

Mitropa Cup: Rally del Casentino

Start-Ziel-Sieg für Albert von Thurn und Taxis

Albert von Thurn und Taxis und Jara Hain gewinnen die Mitropa Rally Cup Wertung bei der 46. Rally Internazionale del Casentino. Rino Muradore /Cristina Delbello siegen im Ford Escort RS 1800 MKII in der Wertung für historische Fahrzeuge.

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ERC, Rom: Vorschau Opel Junior Team

Junioren gehen als Mitfavoriten in die Hitzeschlacht

Zweiter Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft 2026 bei der Rally di Roma Capitale. Doppelführung für das ADAC Opel Rally Junior Team mit Timo Schulz und Tom Heindrichs. Claire Schönborn möchte vor historischer Kulisse das Momentum aus den Vogesen nutzen.