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WRC: Wales Rally GB

Sébastien Ogier will den Sack zumachen

Nach der Katalonien-Rallye hat Sébastien Ogier eine Hand am WM-Pokal und will sich beim nächsten Lauf in Wales den Titel sichern.

Den Sieg verpasst und doch gewonnen: So lautet das Fazit von Sébastien Ogier und M-Sport nach der Katalonien-Rallye, dem elften Lauf zur Rallye-WM 2017. Gegen Rallyesieger Kris Meeke im Citroën C3 WRC war diesmal zwar kein Kraut gewachsen, doch mit Platz zwei und 21 weiteren WM-Punkten konnte Ogier angesichts des Ausfalls seines WM-Rivalen Thierry Neuville (Hyundai) mehr als gut leben.

"Dieser zweite Platz ist wie ein Sieg", weiß Ogier. "Es heißt zwar gerne, der Zweite ist der erste Verlierer, aber wir haben wichtige Punkte gewonnen und einen weiteren Schritt gemacht." Mit genau diesem Ziel war Ogier nach Spanien gefahren. "Da nur noch drei Rallyes zu fahren waren, wusste ich, dass diese wichtig wird", sagt er. "Ich möchte nicht mit einem kleinen Vorsprung nach Australien fahren und dann die Prüfungen eröffnen."

"Ich wollte hier punkten und in Großbritannien den letzten Schritt machen. Diesen Plan habe ich im Kopf", so Ogier. Dieses Ziel ist in greifbare Nähe gerückt. Mit 37 Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Ott Tänak, der Neuville in Spanien von WM-Rang zwei verdrängte, reist Ogier zum vorletzten WM-Lauf nach Wales. Wird er dort mindestens Sechster, ist ihm der fünfte WM-Titel in Folge nicht mehr zu nehmen.

Dennoch mahnt Ogier: "Sicher ist gar nichts, das steht fest, aber ich bin zufrieden denn die Meisterschaft ist mein Hauptziel. Ich freue mich auch, dass das Team die Herstellerwertung so gut wie gewonnen hat." M-Sport fehlen in der Tat nur mehr vier WM-Punkte zum ersten Titelgewinn seit 2007, als man noch Werksteam von Ford war. "Das ist einfach toll für M-Sport", sagt Ogier. "Wenn mir das am Beginn des Jahres, als ich zum Team gestoßen bin, jemand gesagt hätte ..."

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