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Grönholm dominiert im Schnee

Die erste Etappe stand ganz im Zeichen von Peugeot, die Löwen wollen offensichtlich ihre Revanche für die Niederlage bei der „Monte“.

Manfred Wolf

Und besonders ein Mann brennt auf einen Sieg bei dieser Schweden Rallye: Weltmeister Marcus Grönholm fuhr eine SP-Bestzeit nach der anderen und ließ der Konkurrenz keine Chance:

„Wir haben heute vor allem von unserer späten Startposition profitiert, denn die Fahrer, die vor uns gestartet sind, hatten mit Neuschnee auf der Strecke zu kämpfen. Es ist perfekt gelaufen. Der Vorsprung scheint zwar groß, aber ich muss mich weiterhin konzentrieren und darf mir keine Fehler leisten, denn die Rallye ist noch sehr lang.“

Nur einer kann – nach anfänglichen Schwierigkeiten – mit der Pace von Grönholm halbwegs Schritt halten: Tommi Mäkinen. Der Subaru-Pilot zeigt sich erstarkt, auch auf der letzten langen Prüfung (SP 5, „Brunnberg“) war er bei den Zwischenzeiten als einziger bei Grönholm.

Doch ein Ausrutscher von Ford-Junior Francois Duval machte Mäkinen einen Strich durch die Rechnung: Der Ford von Duval kam mitten auf der Straße zu stehen, die Prüfung wurde abgebrochen und nicht gewertet.

Die letzte Prüfung (Hagfors Sprint) ging nur mehr über 1,8 Kilometer, die Zeitabstände waren marginal. Lediglich Sébastien Loeb verlor deutlich: 13,7 Sekunden Rückstand auf die Zeit von Richard Burns zeigen, dass der Shooting Star auf Asphalt einstweilen noch besser zurecht kommt.

Schnellster war Richard Burns, der auf Platz drei in die zweite Etappe startet: „Mein Ziel war, eine saubere Linie zu fahren und nicht zu viel zu riskieren. Teilweise waren die Prüfungen sehr schwierig. Auf der 43 Kilometer langen Prüfung von Granberget hat ein Differenzial blockiert. Dort konnte ich in den engen Passagen die Handbremse nicht optimal nutzen und habe einen Platz verloren.“

Knappe drei Sekunden vor ihm: Tommi Mäkinen, der Subaru-Pilot kann damit als einziger in die Peugeot-Phalanx eindringen.

Denn hinter Burns folgen noch zwei weitere Piloten der französischen Marke: Harri Rovanperä und der von Marcus Grönholm geförderte und überraschend starke Juuso Pykälistö.

Auf Platz sechs sorgt Toni Gardemeister für eine Sensation, er fährt mit dem Skoda Octavia WRC vor der viel höher eingeschätzten Konkurrenz.

Ebenfalls gut: Markko Märtin, der seinen siebenten Platz vor Petter Solberg in die zweite Etappe retten kann. Solberg liegt seinerseits nur vier Zehntelsekunden vor Freddy Loix, der wie schon im letzten Jahr eine ausgezeichnete Leistung bei dieser Schneerallye zeigt.

Es folgen die beiden skandinavischen Nachwuchshoffnungen Janne Tuohino (Ford) – ex aequo mit Loix sowie Kristian Sohlberg (Mitsubishi) auf Platz elf.

Der erste Vertreter der in Monte Carlo so starken Citroen Fraktion taucht erst auf Platz zwölf auf: „Oldboy“ Carlos Sainz liegt noch vor Colin McRae, noch weiter abgeschlagen ist Sébastien Loeb.

Zwischenstand nach Etappe 1:

  1. GRÖNHOLM-RAUTIAINEN, Peugeot, 48'54"100
  2. MÄKINEN-LINDSTRÖM, Subaru, + 00'27"00
  3. BURNS-REID, Peugeot, + 00'30"80
  4. ROVANPERÄ-PIETILÄINEN, Peugeot, + 00'36"20
  5. PYKÄLISTÖ-MERTSALMI, Peugeot, + 00'59"30
  6. GARDEMEISTER-LUKANDER, Skoda, + 01'03"90
  7. MARTIN-PARK, Ford, + 01'05"00
  8. LOIX-SMEETS, Hyundai, + 01'09"80
  9. TUOHINO-, Ford, + 01'09"80
10. SOHLBERG-HONKANEN, Mitsubishi, + 01'15"10
11. SOLBERG-MILLS, Subaru, + 01'19"40
12. SAINZ-MARTI, Citroen, + 01'21"20
13. McRAE-RINGER, Citroen, + 01'30"10
14. VALIMAKI-GARDEMEISTER, Hyundai, + 01'33"00
15. HIRVONEN-LEHTINEN, Ford, + 01'44"10
16. SCHWARZ-HIEMER, Hyundai, + 01'45"90

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