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Ist Lance Stroll reif genug für die Formel 1?

Drei Unfälle an zwei Testtagen brachten Williams-Rookie Lance Stroll viel Kritik ein - Ist die Formel 1 zu hart für den Youngster? Palmer äußert Zweifel.

Für Lance Stroll verlief sein Einstand als Formel-1-Rookie bei Williams alles andere als glücklich. Dreimal versenkte er den FW40 an nur zwei Testtagen im spanischen Kies und kostete dem Team nicht nur Nerven und Arbeit, sondern auch reichlich Testzeit. Williams-Chefingenieur Rob Smedley hofft, dass sich der Youngster davon nicht entmutigen lässt: "Er soll nicht das Gefühl haben, dass er uns enttäuscht hat."

Nach seinem Testdebüt hatte sich Stroll viel Kritik und Häme, insbesondere in den sozialen Netzwerken, anhören müssen. Von derlei Schuldzuweisungen hält Smedley nichts: "Niemand von uns stellt sich hin und zeigt mit dem Finger auf ihn: 'Du bist schuld!' Absolut nicht. Unser Fokus liegt darauf, die Ursache zu verhindern und sicherzustellen, dass es nicht noch einmal passiert", versichert er gegenüber crash.net.

Dass Stroll seine erste Testfahrt am Dienstag nach nur zwölf Runden beenden musste, bewertet Smedley entsprechend milde: "Ich würde es noch nicht mal einen Fehler nennen, den Lance da gemacht hat. Er wollte hochschalten, war auf kalten Reifen unterwegs. Felipe (Massa; Anm. d. R.) ist am ersten Testtag auch ein- oder zweimal fast derselbe Fehler passiert - und er ist ein Kerl mit 15 Jahren Erfahrung."

Hält Lance Stroll dem Druck der Formel 1 stand?

Vom eigenen Team wird Stroll also in Schutz genommen. Aber wie sieht die Konkurrenz die Fehler des Rookies? Renault-Pilot Jolyon Palmer, der in der vergangenen Formel-1-Saison selbst noch Anfänger war und weiß, wie es ist, für Fehler verspottet zu werden, bezweifelt im Gespräch mit PA Sport, dass Stroll schon reif genug ist: "Er ist erst 18 Jahre alt und die physischen Ansprüche der Formel 1 sind hoch."

Dabei zieht Palmer einen Vergleich zu Max Verstappen, der 2015 als erster Fahrer unter 18 Jahren in die Formel 1 aufstieg und im Werksteam von Red Bull bereits Eindruck machte. "Max hat einen tollten Job gemacht, als er reinkam", findet sein Renault-Kollege, "aber ich glaube auch, dass er sein sehr besonderes Talent ist. Er hat viel Unterstützung von Red Bull erhalten und es war einfach eine ganz andere Ära in der Formel 1."

Denn angesichts der Regeländerungen für 2017 sei sie noch härter geworden. Mehr Abtrieb, schnellere Autos, höhere Fliehkräfte verlangen den Piloten einiges ab. "Ich würde sagen, das Timing ist etwas unglücklich für Lance, denn die Autos sind so viel schneller dieses Jahr", weiß auch Palmer. Stroll hat sich nicht die leichteste Saison heraus gesucht, um sein Debüt als zweitjüngster Rookie der Formel 1 zu geben.

Neuer Test, neues Glück: Stroll kann Turnaround schaffen

"Ich bin mir nicht sicher, ob die körperliche Entwicklung mit 18 schon abgeschlossen ist und das ist hart. Ich war da noch in der Schule und habe für meinen Abschluss gepaukt", wirft Palmer ein. Doch er weiß, dass es nicht nur auf die Physis ankommt: "Das Schlimmste mag der psychologische Druck sein, denn er hatte ja einen schlechten Start. Ich kenne das von mir selbst, mein Start war auch nicht einfach."

Die öffentlichen Kommentare auszublenden, sei in der Situation gerade für einen so jungen und unerfahrenen Piloten wie Stroll schwer. Dennoch glaubt Palmer, dass der Youngster die Wende schaffen kann: "Es war jetzt nur eine Woche. Wenn er eine gute nächste Testwoche hat und sich dort steigern kann, wird sich keiner mehr um seine Unfälle scheren." Vom 7. bis 10. März 2017 wird noch einmal in Barcelona getestet.

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