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Formel 1: News

Stroll: „Es wird harte Zeiten geben“

Er gilt als der am besten vorbereitete Formel-1-Debütant der Geschichte, dennoch macht sich Lance Stroll bei Williams auf schwierige Wintertests gefasst.

Bei seinem Formel-1-Debüt 2017 kämpft Lance Stroll nicht nur gegen den Ruf an, allein wegen der Finanzspritzen seines schwerreichen Vaters in die Königsklasse gekommen zu sein, sondern muss sich auch mit völlig neuen Regeln und Boliden vertraut machen. Zwar sammelte der 18-Jährige im Rahmen eines privaten Förderprogrammes so viele Testkilometer wie kein anderer Formel-1-Einsteiger.

Allerdings absolvierte der Kanadier den Großteil davon in einem alten Williams-Auto, das mit den 2017er-Boliden kaum mehr zu vergleichen ist. Schneller, breiter und mit mehr Abtrieb, gilt die neue Generation der Formel-1-Autos als schwerer zu fahren und physisch anspruchsvoller. Nicht nur für Stroll, aber insbesondere für ihn als Debütant sind die vier Testtage in Barcelona vor dem Saisonauftakt am 26. März knapp bemessen.

"Es werden vier Tage sein, acht insgesamt. Das wird 50:50 zwischen beiden Fahrern aufgeteilt, vier Tage für mich, vier Tage für den Teamkollegen. Das ist nicht viel Zeit, aber Teil der Herausforderung", erklärte Stroll am Rande der Autosport Show in Birmingham vor wenigen Tagen. Neben ihm wird 2017 Felipe Massa weiter für Williams fahren. Er war nach Valtteri Bottas' zu Mercedes zurück ins Team geholt worden.

Stroll vertraut darauf, von Williams das nötige Verständnis und all die Unterstützung zu erhalten, die er als Formel-1-Neuling braucht: "Sie wissen, dass ich ein Rookie bin, dass ich jung bin und noch mehr lernen muss als vielleicht ein erfahrener Pilot. Aber sie werden mich puschen und es nicht auf die leichte Schulter nehmen", betont der 18-Jährige. Er weiß, dass es für alle eine besonders schwere Aufgabe wird.

"Natürlich möchte ich keine Fehler machen, aber die Realität ist, dass es harte Zeiten geben wird. Auch für das Team ist es knifflig, denn es ist eine neue Serie, ein neues Auto, neue Regeln", so Stroll weiter. Die Saisonvorbereitung sei daher umso schwieriger, aber zugleich umso wichtiger, denn "mit dem neuen Auto könnten Probleme auftreten, es könnte Dinge geben, die wir erst durchschauen müssen".

Auch wenn Stroll, noch bevor er sein erstes Rennen in einem Formel-1-Auto bestreiten wird, mehr als 8.000 Testkilometer abgespult haben mag und als am besten vorbereiteter Debütant gilt, macht der Kanadier sich keine Illusionen: "Ich muss mich in vielerlei Hinsicht mehr vorbereiten als erfahrene Kollegen, aber ich bin hier, um es zu versuchen, und werde aus der vor mir liegenden Saison das Bestmögliche herausholen."

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