MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WTCC: Interview

Matton: Citroëns Niveau war zu hoch

Citroën-Teamchef Yves Matton ist davon überzeugt, dass die Franzosen die Tourenwagen-WM revolutioniert haben – vielleicht zu sehr.

Nach jeweils zwei Fahrer- und Konstrukteurstiteln in ebenso vielen Saisonen sowie beispielloser Dominanz hat Citroën in der Tourenwagen-WM schon ein Jahr vor dem angekündigten Ausstieg nachhaltig seine Spuren hinterlassen. Gegenüber Autosport räumt Rennleiter Yves Matton ein, dass die Überlegenheit nicht immer zum Wohle der Qualität des Motorsports gewesen sei, wenn seine Marke Kreise um Honda, Lada und Co. fuhr: "Wir haben die Serie auf ein neues Niveau gehoben", so der Belgier, "aber vielleicht auf eines, das zu hoch war."

Matton bezeichnet die Erfahrung dennoch als lehrreich und förderlich für die Motorsportprojekte des PSA-Konzerns: "Wir haben eine bestimmte Arbeitsweise und bewiesen, dass sie nicht nur im Rallyegeschäft funktioniert. Auf der Rundstrecke haben wir viel dazugelernt", resümiert er nach 38 WTCC-Laufsiegen in 22 Monaten. Matton spricht von neuen technologischen Ansätzen, die sich auf das Engagement in der Rallye-WM, das Citroën ab 2017 wieder intensiviert, übertragen ließen.

Was die Tourenwagen-WM angeht, zieht der Citroën-Verantwortliche eine gemischte Bilanz. Zwar lobt er, dass die Zuschauerzahlen steigen und neue Autos die Serie interessanter machen würden, doch Matton kreidet insbesondere eine Entscheidung des Serienpromoters Eurosport Events an: "Negativ sind die Dinge, über die wir uns schon oft beschwert haben – der Kalender. Ich verstehe nicht ganz, wieso wir in Katar und nicht in Macau waren", hadert er und wittert vor allem unnötige Kosten: "Warum aus reiner Seefracht je zur Hälfte See- und Luftfracht machen?"

News aus anderen Motorline-Channels:

WTCC: Interview

Weitere Artikel:

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz

Haas hat sein Design für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt - Mit dem neuen Titelpartner Toyota Gazoo Racing hat sich auch der Look des Autos leicht verändert

W17-Premiere im Regen

Mercedes-Shakedown in Silverstone

Der Mercedes W17 hat in Silverstone seine ersten Kilometer abgespult - George Russell durfte als erster Fahrer auf die nasse Strecke in Großbritannien gehen

Übergabe der Trophäen an alle Sieger:innen, an die Motorsportler des Jahres 2025 sowie erstmals Vergabe von acht Ehrenpreisen für besondere Leistungen

Quartararo verlässt Yamaha

Quartararo wechselt 2027 zu Honda

Der MotoGP-Transfermarkt für 2027/28 nimmt Fahrt auf - Honda sichert sich die Dienste von Fabio Quartararo für die kommenden zwei Jahre

Ducati hat die Karten auf den Tisch gelegt: Beim offiziellen Launch präsentierte sich das Werksteam für die MotoGP-Saison 2026 selbstbewusst und ambitioniert