MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WTCC: News

Citroën steigt 2017 aus der WTCC aus

Citroën gab seinen Abschied aus der Tourenwagen-WM zur Saison 2017 bekannt; 2016 kleineres Aufgebot mit López und Muller, ohne Loeb.

Die Entscheidung über die sportliche Zukunft von Citroën ist gefallen: Der französische Hersteller wird sich 2017 werksseitig aus der Tourenwagen-WM zurückziehen und 2016 nur noch mit einem reduzierten Aufgebot von zwei Fahrzeugen an den Start gehen. In den beiden Boliden werden die beiden Tourenwagenweltmeister José María López und Yvan Muller sitzen.

Mit dieser Entscheidung steht auch fest, dass sich Citroën auf sein Programm in der Rallye-Weltmeisterschaft konzentrieren wird, wo ab 2017 ein neues Reglement zum Tragen kommen wird. Die Tourenwagen-WM hingegen wird man nach nur drei Jahren wieder verlassen. 2014 war man in die WTCC eingestiegen und dominiert seitdem souverän das Geschehen; aktuell liegt Citroën mit allen vier Piloten an der Spitze der Fahrerwertung 2015.

In der kommenden Saison werden es lediglich zwei Citroën C-Elysée sein, die werksseitig von der Truppe um Yves Matton eingesetzt werden. "Wir wollen dennoch das Beste aus unseren Ressourcen machen und beide Titel mit einer Mannschaft aus zwei Werksautos verteidigen", erklärt der Teamboss. Für Sébastien Loeb und den Chinesen Qing-Hua Ma bedeutet dies das Ende ihrer Karriere als Citroën-Werksfahrer. Der Franzose zeigte sich in einer ersten Stellungnahme von diesem "Rauswurf" nach 15 Jahren im Werkskader überrascht.

José María López und Yvan Muller konnten zusammen sechs der letzten acht WTCC-Titel holen; beide sind bereits seit dem Einstieg der Marke für die Franzosen unterwegs. "'Pechito' und Yvan kennen die gemeinsame Arbeit und werden den Erfolg des Teams zu ihrer obersten Priorität machen", so Matton. "Im kommenden Jahr werden sie noch enger zusammenarbeiten müssen, um das Programm von Citroën zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen."

"Die vergangenen beiden Jahre waren unzweifelhaft die großartigsten in meinem Leben", erklärt López, der 2014 und 2015 mit Citroën Weltmeister wurde. "Ich freue mich daher, dass ich auch 2016 mit Citroën weitermachen kann. Wir werden alle zusammenarbeiten, damit der Citroën C-Elysée TC1 das führende Auto der Serie bleibt. Unser Ziel ist es, beide Titel zu verteidigen."

Auch Teamkollege Yvan Muller fühlt sich geehrt, dass er ausgewählt wurde, weiter für Citroën antreten zu dürfen. "Wir müssen uns an die neue Form des Teams anpassen, aber wir können uns auf sein Talent und seine Expertise verlassen, um das gleiche Niveau an Exzellenz zu halten", so der viermalige Weltmeister.

Teamchef Matton möchte übrigens nicht ausschließen, dass über Sébastien Loeb Racing weitere private Citroën das Feld der Meisterschaft auffüllen werden. Loeb selbst, der im vergangenen Jahr sein Debüt in der WTCC feierte, wird die Serie nach nur zwei Saisonen wieder verlassen und sich dem Marathonrallyesport widmen, in dem er beim PSA-Schwesterkonzern Peugeot unter anderem an der Dakar-Rallye teilnehmen wird.

News aus anderen Motorline-Channels:

WTCC: News

Weitere Artikel:

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch

Porsche-Bekenntnis & McLaren-Gerüchte

Was macht Thomas Preining 2027?

Der Porsche-Werksvertrag von Thomas Preining läuft mit Saisonende aus: Wie er und sein bisheriger Arbeitgeber die Zukunft sehen und was es mit McLaren auf sich hat

Esteban Ocon fährt nicht

Ryo Hirakawa übernimmt Haas-Cockpit!

Fahrerwechsel bei Haas: Esteban Ocon wird nicht fahren, Ersatzpilot Ryo Hirakawa übernimmt beim Großen Preis von Mexiko - Kommt es zur vorzeitigen Trennung?

Bei Ferrari fliegen in Mexiko die Fetzen: Lewis Hamilton ist außer sich und kündigt ernste Gespräche an, während Max Verstappen den Grand Prix gewinnt

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen