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Schumacher-Unfall

Videobeweis und neue Fakten zum Skiunfall

Laut "Spiegel" hat ein deutscher Skifahrer den Unfall von Michael Schumacher zufällig per Smartphone gefilmt. Plus weitere neueste Fakten.

Das Magazin Der Spiegel berichtet, dass ein deutscher Urlauber beim Filmen seiner Freundin via Smartphone zufällig im Hintergrund den Sturz von Formel-1-Legende Michael Shumacher mitgefilmt habe. Das Video ist bereits in Händen der Staatsanwaltschaft von Albertville.

Der 35-jährige Flugbegleiter bekam zunächst nicht mit, dass es sich beim Gestürzten um Michael Schumacher gehandelt habe. Erst aufgrund der Berichterstattung habe er sich das leicht verwackelte Geschehen im Hintergrund des Videos näher angesehen. Laut seiner Aussage sei Schumacher "gemächlich gefahren", das Tempo habe "maximal 20 km/h" betragen.

Gesichert ist, dass Schumacher selbst eine Helmkamera getragen hat. Diese ist, wie auch der Helm selbst und die Schi, deren Bindungen nicht ausgelöst haben sollen, in den Händen der Staatsanwaltschaft. Bisher verriet man in Albertville nicht, ob die Helmkamera überhaupt eingeschaltet war.

Schumachers Leibarzt Johannes Peil gab inzwischen bekannt, dass der Unfall Blutungen in beiden Gehirnhälften ausgelöst hatte. Und, dass die linke Gehirnhälfte ("Arterie Vertebralis") bereits beim Motorradunfall im Jahr 2009 geschädigt worden war.

Dies sei jedoch nicht als Erhöhung des Risikos zu betrachten, da aufgrund der langen Zeitspanne, das Gehirn bereits Umgehungskreisläufe ausgebildet habe. Lediglich ein weiterer Unfall kurz nach dem ersten hätte diesbezüglich Folgen gehabt.

Gerüchte aus den vergangenen Tagen wurden nicht bestätigt: So soll laut der französischen Zeitung 'Le Journal du Dimanche' angeblich ein neuer Hirnscan am Wochenende keine besonders guten Ergebnisse geliefert haben. Auch Gerüchte über eine Verlegung des Kerpeners in eine andere Klinik, waren im Umlauf. Dafür soll Schumacher allerdings noch nicht stabil genug sein, wie die 'Bild' berichtet.

"Die unterschiedlichen Darstellungen des Unfalls finde ich auch seltsam, möchte über die Beweggründe aber nicht spekulieren", meint Ex-Manager Willi Weber gegenüber dem 'Express' zu den Aussagen, ob Michael Schumacher nun schnell unterwegs war oder nicht.

"Aus meiner Sicht bringt ein Aufarbeiten des Unfalls nichts. Michael ist schwer verletzt und es ist nur wichtig, dass er wieder gesund wird." Dass die Polizei im Fall Schumacher überhaupt ermittelt, muss aber in keine Richtung etwas bedeuten, heißt es: Laut französischem Recht werden automatisch Ermittlungen eingeleitet, wenn ein Skifahrer abseits der Piste schwer stürzt oder zwei Skifahrer bei der Abfahrt kollidieren.

Indes berichtet 'Le Journal du Dimanche', dass sich die Skistation Meribel einen Anwalt ins Boot geholt hat. Maurice Bodecher ist Mitglied des Ausschusses des französischen Skiverbandes und auf Skiunfälle spezialisiert. In welche Richtung sich der Fall entwickelt, könnte frühestens am Mittwoch (08.01.) klar werden. Für diesen Tag hat die Staatsanwaltschaft ihre nächste Pressekonferenz angesetzt.

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