MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

WEC: Le Mans

Simon Trummer erklärt sein LMP2-Auto

Manor-Pilot Simon Trummer klärt auf: Spezielle Le-Mans-Aerodynamik sorgt für Höchstgeschwindigkeiten bis zu 340 km/h.

Zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans bringen die Hersteller und Teams aller Kategorien überarbeitete Fahrzeuge: das sogenannte Le-Mans-Aerodynamik-Kit. Simon Trummer, der in diesem Jahr mit dem LMP2-Team Manor beim legendären Langstreckenklassiker an den Start geht, erklärt die Besonderheiten an seinem Oreca in der Le-Mans-Ausführung.

"Das Auto hat weniger Abtrieb, das heißt, wir erreichen höhere Geschwindigkeiten. In Le Mans fahren wir bis zu 340 Kilometer pro Stunde schnell, auf anderen Strecken sind es rund 300 Kilometer pro Stunde", sagt Trummer. Die Änderungen zum regulären Aerodynamik-Paket seien deutlich zu spüren.

An der Front und am Heck des LMP2 sind die Unterschiede am gravierendsten. "Vorne fehlt ein Splitter und dadurch ist der Strömungsverlauf des Windes ganz anders als gewöhnlich", erklärt der Schweizer und ergänzt: "Das Design der Scheinwerfer ist steiler und am Heckflügel gibt es einen Gurney-Flap weniger." Der Heckflügel hat die flachste Einstellung und besteht im Prinzip nur aus einer Platte, die die beiden vertikalen Seitenplatten verbindet. Die obere Querverbindung am Flügel wurde für die Le-Mans-Aero-Spezifikation abgenommen.

Aero-Kit nur in Le Mans

Kleine Änderungen, aber große Wirkung. "Die Änderungen am Auto sind relativ simpel, aber sie machen sehr viel aus", so der 28-Jährige. Das Le-Mans-Aero-Kit, das auf keiner anderen Rennstrecke zum Einsatz kommt, wurde ausgiebig während Testfahrten in Spa und dem Testtag in Le Mans getestet, um optimal für den Langstreckenklassiker an der Sarthe gerüstet zu sein.

Der Manor-Fahrer ist optimistisch, dass er bei seiner dritten Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans erfolgreich sein wird. "Wir haben das Paket, um erfolgreich zu sein", sagt er. "Witali (Petrow) stand im vergangenen Jahr auf dem Podium. Roberto (Gonzales) hat beim Test einen tollen Job gemacht, und ich bin gut in Form."

Lobende Worte findet Trummer für seine Crew: "Das Team arbeitet sehr professionell. Ich denke, es ist eines der besten Teams in der LMP2-Klasse." Beste Voraussetzungen für ein gutes Rennergebnis, aber Le Mans hat seine eigenen Gesetze. "Die größte Aufgabe in Le Mans ist, 24 Stunden ohne Fehler und Probleme durchzukommen. Wenn wir das schaffen, dann bin ich sicher, wird ein gutes Ergebnis für uns herauskommen", sagt der Schweizer. Er werde sein Bestes geben, um die Grundlage dafür zu schaffen.

Wenn es Nacht wird...

Am meisten freut sich Trummer auf das Fahren in der Nacht. "Das ist meine Lieblingszeit. In den vergangenen zwei Jahren bin ich immer in der Nacht gefahren, das liegt mir einfach", ergänzt er. "Man kann es sich so vorstellen, wie wenn man in einem Tunnel fährt. Die Umrisse verschwinden und es gibt einen Lichtkegel und Referenzpunkte, an denen du dich orientierst."

Wie im Straßenauto "kommt dir alles viel schneller vor, wenn du in der Nacht fährst, da fliegt alles an dir vorbei", so der Manor-Pilot. Besondere Vorsicht ist speziell beim Überholen von anderen Teilnehmern geboten. "Du musst sehr aufmerksam sein. Wenn ein Auto vor dir etwas macht, womit du nicht rechnest, hast du nur eine kurze Zeit, um reagieren zu können", ergänzt er.

1. fr. Training 1. fr. Training Di Grassi fällt aus Di Grassi fällt aus

Ähnliche Themen:

WEC: Le Mans

Weitere Artikel:

Neulich, als mir die Zukunft mal wieder eine Szene machte ...

Cartoon: An der Ampel

Wer an der Ampel mit dröhnenden Endrohren die Poleposition für sich beansprucht, ist entweder extrem kurzsichtig oder hat Angst davor, auf der Strecke zu bleiben. Beides ist nicht besonders zukunftsorientiert, denn das Gelingen der Mobilitätswende wird sicher nicht mit einem Kavaliersstart entschieden. Trotzdem macht es Spaß, Erster zu sein, wenn die Lichter auf nachhaltiges Grün springen.

Lamborghini Urus mit Topspeed auf zugefrorenem Baikalsee

Stier auf Eis prescht zum Rekord

Gewertete 298 km/h, im Training sogar 302 km/h: An den Days of Speed fügte Rekordhalter Andrey Leontyev seinem Konto eine weitere Bestmarke mit dem Super-SUV hinzu.

So fesch ist der Elektro-Roller EK3

Horwin erhält Red Dot Design Award

In Niederösterreich freut man sich über die Auszeichnung der Red Dot Jury. Der EK3 darf nun als "reddot winner 2021" bezeichnet werden.

Spezielles Soundmodul soll passenden Sound garantieren

Opel startet Rally Cup mit Corsa-e

Mit dem ADAC Opel e-Rally Cup startet die Stellantis-Tochter aus Rüsselsheim den ersten Markenpokal in der Rallyegeschichte, der mit rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen betrieben wird.