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WEC: Le Mans

Kaffer nach heftigem Crash unverletzt

Für Pierre Kaffer und seine Risi-Teamkollegen Giancarlo Fisichella und Toni Vilander sind die 24 Stunden von Le Mans beendet: Vom LMP2-Auto abgeschossen.

Kopfschütteln in der Box von Risi-Ferrari, anfängliche Sorge um die Gesundheit und unter dem Strich das unglückliche Aus: Für Pierre Kaffer sind die 24 Stunden von Le Mans 2017 bereits nach nicht einmal sechs Stunden beendet. Der Deutsche war mit dem Ferrari 488 GTE des amerikanischen Privatteams gerade auf dem Vormarsch, als er vom Oreca-Gibson von TDS abgeschossen wurde. Vor der ersten Schikane der Hunaudieres-Geraden landete Kaffer heftig in den Leitplanken.

"Ich hatte gerade Miguel Molina im anderen Ferrari überholt, als ich im Augenwinkel von hinten ein LMP2-Auto vorbeischießen sah. Der Kerl ist ganz rechts auf dem Dreck gefahren. Plötzlich trifft er mich an der Seite und schickt mich mit hohem Tempo in die Barrieren", erklärt der deutsche Langstreckenspezialist, der sich das Auto mit Giancarlo Fisichella und Toni Vilander teilte. Der 40-Jährige kam unverletzt davon.



"Ob der Kollege da sein Auto auf dem Dreck verloren hat, oder sogar absichtlich herüber gelenkt hat, kann ich nicht sagen. Sicher ist aber, dass es ziemlich idiotisch war", meint Kaffer. Mathieu Vaxiviere hatte die Situation offenbar falsch eingeschätzt. Beim Blick auf die Wiederholungen des Unfalls entsteht der Eindruck, als habe der junge Franzose gedacht, er sei bereits am Ferrari vorbei und könne für die erste Schikane ausholen.

"Es ist unheimlich schade für unser gesamtes Team", sagt Pierre Kaffer, dem nach seiner Rückkehr in die Risi-Box das Mitgefühl aller Teammitglieder zuteil wurde. "Wir waren richtig gut unterwegs. In meinem ersten Stint habe ich immer mehr Tempo aufnehmen können, im zweiten Stint war ich richtig schnell. Ich konnte mich von Tony Kanaans Ford absetzen und auch von der Corvette, dann ging ich an Molina vorbei. Es sah so gut aus - und nun dies." Dass TDS für die Aktion eine siebenminütige Stop-and-Go-Strafe bekam, wird die Risi-Mannschaft nur wenig trösten können.

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