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Troubles auf Etappe 1

Grönholm übernimmt die Führung vor Rovanperä und Solberg, Riesenpech für Mäkinen, auch Burns und Märtin mit Problemen.

Manfred Wolf

Während Grönholm die vorerst beste SP-Zeit erzielt, kämpfen andere mit großen Problemen, Mäkinen, Burns und Märtin haben Technik-Troubles.

Die ersten drei Sonderprüfungen waren ohne Aufsehen erregende Probleme verlaufen – dafür gab’s in Zypern auf der vierten SP Action am laufenden Band.

Die längste Sonderprüfung der Rallye wurde ein zweites Mal gefahren und einige Teilnehmer kamen dabei in gröberen Schwierigkeiten – nicht nur, weil es wie aus Kübeln zu schütten begann, trotz Terminverschiebung in den Hochsommer…

Bei Tommi Mäkinen brach schon nach wenigen Kilometer die Lenkung, wieder einmal großes Pech für den Subaru-Piloten, der an aussichtsreicher Position liegend stoppen musste um das Problem zu beheben. Mäkinen verlor dabei und in weiterer Folge über 9 Minuten.

Richard Burns kämpfte dagegen nicht mit einem, sondern gleich mit mehreren Problemen, die aber alle die gleiche Ursache hatten: Die Hydraulik an seinem Peugeot streikte, Gaspedal, Differenzial und Getriebe verweigerten zeitweilig den Dienst. 43,3 Sekunden auf den SP-Spitzenreiter, da hielt sich der Zeitverlust wenigstens in Grenzen.

Und ein weiteres Hydraulikproblem, dieses Mal am Ford von Markko Märtin beweist, dass die verflixte Hydraulik der modernen World Rallye Cars für viele Teilnehmer zum Knackpunkt werden könnte. Über eine Minute verlor Märtin auf SP 4.

Schon vor der dritten Prüfung out war Justin Dale. Der Brite, der als dritter punkteberechtigter Fahrer für Hyundai nominiert war, musste seinen Accent nach mechanischen Problemen abstellen.

Die dritte SP hatte übrigens einen recht bekannten schnellsten Mann: Harri Rovanperä im Peugeot. Die Verfolger waren allerdings knapp dran, allen voran Marcus Grönholm und der erstaunliche Gilles Panizzi.

In der Gesamtwertung änderte sich aber nicht viel. Ganz anders sieht es jetzt natürlich nach SP 4 aus. Nicht nur die Probleme mancher Piloten ändern das Klassement.

Sogar die Führung hat gewechselt, sie bleibt aber fest in Peugeot-Hand, genauer gesagt in jener von Marcus Grönholm. Doch nicht eine Fabelzeit des Weltmeisters war für den Führungswechsel verantwortlich, sondern vielmehr eine schlechte Zeit von Harri Rovanperä.

Der bisherige Leader fuhr gleich um 28,4 Sekunden langsamer als Grönholm, damit musste er die Führung abgeben. Rovanperä liegt jetzt an zweiter Gesamtposition, 6,8 Sekunden zurück.

Viel schneller war dagegen die Citroen-Phalanx, Sebastien Loeb verlor nur 1,5 Sekunden und war Zweitschnellster, die SP-Ränge drei und vier gingen an Sainz (+ 10,2) und McRae (+ 18).

Gesprengt hatte dieses Trio Subaru-Youngster Petter Solberg, er belegte mit acht Sekunden Rückstand den dritten SP-Rang, dies entspricht auch seiner derzeitigen Gesamtplatzierung.

Erneut stark war Gilles Panizzi auf Rang sechs (+ 19,3), er liegt nach dem ersten Tag auf dem ausgezeichneten vierten Platz in der Gesamtwertung, nur 13,9 Sekunden hinter dem Führenden.


Mit Loeb und McRae halten zwei Citroen-Piloten die Gesamtränge fünf und sechs, bester Ford-Vertreter ist der von vielen Problemen gebeutelte Markko Märtin auf Rang sieben.

Richard Burns, Carlos Sainz und der beste Hyundai-Pilot Petter Solberg belegen somit die ersten zehn Plätze nach diesem ersten Tag der Zypern-Rallye.

Alle weiteren Abstände und SP-Zeiten finden Sie wie immer in unserem Zeitenservice!

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