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Petter Solberg gewinnt!

Harri Rovanperä rettet sich und seinen Peugeot auf Rang zwei, nur 2,8 Sekunden dahinter Sebastien Loeb (Citroen) auf Rang drei.

Manfred Wolf

Petter Solberg gewinnt seinen zweiten Rallye-WM-Lauf, nach dem rutschigen Terrain der RAC-Rallye in Großbritannien bezwingt er auch die heißen Schotterpfade in Zypern am Schnellsten.

Über 4 Minuten betrug Solbergs Vorsprung im Ziel, in der WM-Wertung schließt er damit zu Marcus Grönholm auf: 29 Punkte, nur 1 Punkt trennt den jungen Subaru-Piloten noch vom finnischen Vorjahres-Weltmeister.

Dabei war Solberg am dritten Tag eigentlich zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet, seinen Sieg noch zu verlieren: Der einzig verbliebene Konkurrent in Schlagdistanz war Harri Rovanperä. Doch zuerst konnte der Finne das Tempo des Norwegers nicht mitgehen, dann bremste ihn ein Technik-Defekt.

Und bei Peugeot musst man sich ernsthafte Sorgen machen: Sollte es nicht einmal mehr für den zweiten Platz reichen? Sebastien Loeb, bestplatzierter Citroen-Pilot eröffnete nämlich die Jagd auf den Rovanperä – doch der konnte mit dem hauchdünnem Vorsprung von 2,8 Sekunden nicht nur seinen zweiten Platz, sondern auch die Ehre von Peugeot retten.

Denn die französische Truppe wurde arg gebeutelt: Panizzi, Grönholm, Burns – alle schon vorzeitig mit Defekten ausgeschieden. Vor allem der Ausfall von Burns ist doppelt bitter: Der Brite verliert dadurch nämlich wichtige Punkte für die WM.

Und ausgerechnet ein Pilot, der mit einem Auto des „Erzrivalen“ unterwegs ist, kommt dadurch bis auf einen Punkte an Burns heran. Dieser Mann heißt Carlos Sainz. „El Matador“ kam zwar hinter seinen Teamkollegen Loeb und dem Schotten Colin McRae ins Ziel, trotzdem reicht ihm der fünfte Platz, um in der Weltmeisterschaft bis auf nur einen Punkt an Burns heranzukommen.

Burns führt noch mit 37 Punkten, Sainz hält jetzt bei 36. Dritter in der WM: Marcus Grönholm, der mit seinem Ausfall natürlich auch jede Chance auf eine Verbesserung im WM-Klassement verloren hat. Knapp dahinter lauert, wie eingangs schon erwähnt, Zypern-Triumphator Petter Solberg.

Doch nicht nur Peugeot hat es auf Zypern schlimm erwischt: Ford etwa verlor beide Ford Focus WRC 03 nach technischen Defekten, Markko Märtin und Francois Duval konnten ihre Punkte-Konten nicht aufbessern.

„Kleine“ Ehrenrettung betrieb ausgerechnet der jüngste Mann im Team: Mikko Hirvonen stellt seinen Vorjahres-Ford Focus WRC 02 auf den ausgezeichneten sechsten Platz.

Doch nicht nur Hirvonen wird sich über seinen Rang in den Punkten freuen: Vor allem Hyundai-Pilot Armin Schwarz dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein, dass er seinen Hyundai Accent WRC 03 bis ins Ziel gebracht und endlich WM-Punkte ergattert hatte. Damit gab’s endlich wieder Punkte für Hyundai, die seit dem ersten WM-Lauf diesees Jahres in Monte Carlo darauf warten mussten.

Pech dagegen dieses Mal für Skoda, beide Fahrer fielen vorzeitig aus: Didier Auriol mit Elektrik-Defekt und Toni Gardemeister beschädigte seinen Octavia bei einem Ausritt so nachhaltig, dass an ein weiterfahren nicht mehr zu denken war.

Doch die Gedanken der tschechischen Truppe werden schon beim nächsten WM-Lauf, der Deutschland-Rallye sein: Dann nämlich kommt die neue „Wunderwaffe“, der Skoda Fabia WRC zum Einsatz!

Den letzten Fahrer-WM-Punkt holte sich übrigens der britische Privatier Alistair Ginley, der seinen Ford Focus WRC auf den achten Platz pilotierte. Zweifellos eine großartige Leistung, denn – wie man gesehen hat – schon alleine das schiere Durchfahren war selbst für Werkspiloten keine Leichtigkeit.

Alle weiteren Abstände und SP-Zeiten finden Sie wie immer in unserem Zeitenservice!

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