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Kann Citroen in Wales den Sieg holen?

Sebastien Loeb und Carlos Sainz müssen als Mit-Favoriten gelten, an Motivation scheint es der ungleichen Paarung nicht zu mangeln.

Citroën segelt momentan sowohl in der Fahrer- wie auch in der Marken-Wertung souverän auf Titelkurs: Tabellenführer Sébastien Loeb weist 30 Punkte Vorsprung auf Petter Solberg auf, während Citroën in den bisherigen elf Saisonläufen mit 137 Punkten ganze 35 Zähler mehr sammelte als der härteste Verfolger Ford.

Die Franzosen befinden sich damit in der glücklichen Lage, dass sie bei den noch ausstehenden fünf Veranstaltungen mit „gebremstem Schaum“ fahren können – wie es Loeb und Teamkollege Carlos Sainz mit den Plätzen zwei und fünf bei der Rallye Japan ebenso eindrucksvoll wie erfolgreich demonstrierten.

Doch einfach wird die Rallye in den walisischen Wäldern nicht werden: Teamchef Guy Frequelin erwartet schwierige Bedingungen: „Wenn es trocken bleibt, dann wird die Rallye sehr schnell, möglicherweise schneller als Finnland. Dazu kommt noch, dass die Schotterstraßen rauer sind als im Hohen Norden, die Autos müssen mehr aushalten. Zusätzlich verschärft wird die Situation durch die Nähe der Rallye-Route zur Küste – das Wetter könnte sehr wechselhaft werden. Nichtsdestotrotz wollen wir soviele Punkte wie möglich holen und so wenig Risiko wie möglich nehmen.“

Sebastien Loeb mag den Event in England – auch wenn er im letzten Jahr die WM ebendort verloren hat. Nach Revanche oder Rache steht ihm der Sinn allerdings nicht. „Nein, überhaupt nicht. Klar will ich – wie sonst auch – gewinnen, das ist also nichts anderes, wie bei den anderen Rallyes. Und ich glaube, diese Rallye liegt mir. Es ist schnell, in diesem Jahr wahrscheinlich noch schneller als sonst, man hat Platz zum Driften und die Atmosphäre ist einmalig. Das einzige Problem wird die Reifenwahl sein. Wir haben keine Ahnung wie das Wetter wird und wenn du dich bei der Reifenwahl vertust, kann es sein, dass die Rallye schon verloren ist, bevor sie überhaupt begonnen hat.“

So ähnlich sieht es auch der erfahrene Teamkollege von Loeb, der Spanier Carlos Sainz. „El Matador“ fuhr schon in England, als die Rallye-Route noch geheim gehalten wurde. Seinen 15. Start beim englischen WRC-Event nimmt Sainz dennoch nicht auf die leichte Schulter: „Die RAC war früher klarerweise noch schwieriger, seit es keinen Schnee und kein Eis mehr gibt, ist es etwas einfacher geworden. Aber selbst mit der Vorverlegung der Rallye in den September ist für uns nicht klar, welches Wetter vorherrschen wird. Es kann komplett trocken sein, es kann aber auch gleich nass und rutschig sein wie eh und je… Das Ziel bleibt aber so und so das gleiche: Wir wollen gewinnen!“

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