RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Kann Citroen in Wales den Sieg holen?

Sebastien Loeb und Carlos Sainz müssen als Mit-Favoriten gelten, an Motivation scheint es der ungleichen Paarung nicht zu mangeln.

Citroën segelt momentan sowohl in der Fahrer- wie auch in der Marken-Wertung souverän auf Titelkurs: Tabellenführer Sébastien Loeb weist 30 Punkte Vorsprung auf Petter Solberg auf, während Citroën in den bisherigen elf Saisonläufen mit 137 Punkten ganze 35 Zähler mehr sammelte als der härteste Verfolger Ford.

Die Franzosen befinden sich damit in der glücklichen Lage, dass sie bei den noch ausstehenden fünf Veranstaltungen mit „gebremstem Schaum“ fahren können – wie es Loeb und Teamkollege Carlos Sainz mit den Plätzen zwei und fünf bei der Rallye Japan ebenso eindrucksvoll wie erfolgreich demonstrierten.

Doch einfach wird die Rallye in den walisischen Wäldern nicht werden: Teamchef Guy Frequelin erwartet schwierige Bedingungen: „Wenn es trocken bleibt, dann wird die Rallye sehr schnell, möglicherweise schneller als Finnland. Dazu kommt noch, dass die Schotterstraßen rauer sind als im Hohen Norden, die Autos müssen mehr aushalten. Zusätzlich verschärft wird die Situation durch die Nähe der Rallye-Route zur Küste – das Wetter könnte sehr wechselhaft werden. Nichtsdestotrotz wollen wir soviele Punkte wie möglich holen und so wenig Risiko wie möglich nehmen.“

Sebastien Loeb mag den Event in England – auch wenn er im letzten Jahr die WM ebendort verloren hat. Nach Revanche oder Rache steht ihm der Sinn allerdings nicht. „Nein, überhaupt nicht. Klar will ich – wie sonst auch – gewinnen, das ist also nichts anderes, wie bei den anderen Rallyes. Und ich glaube, diese Rallye liegt mir. Es ist schnell, in diesem Jahr wahrscheinlich noch schneller als sonst, man hat Platz zum Driften und die Atmosphäre ist einmalig. Das einzige Problem wird die Reifenwahl sein. Wir haben keine Ahnung wie das Wetter wird und wenn du dich bei der Reifenwahl vertust, kann es sein, dass die Rallye schon verloren ist, bevor sie überhaupt begonnen hat.“

So ähnlich sieht es auch der erfahrene Teamkollege von Loeb, der Spanier Carlos Sainz. „El Matador“ fuhr schon in England, als die Rallye-Route noch geheim gehalten wurde. Seinen 15. Start beim englischen WRC-Event nimmt Sainz dennoch nicht auf die leichte Schulter: „Die RAC war früher klarerweise noch schwieriger, seit es keinen Schnee und kein Eis mehr gibt, ist es etwas einfacher geworden. Aber selbst mit der Vorverlegung der Rallye in den September ist für uns nicht klar, welches Wetter vorherrschen wird. Es kann komplett trocken sein, es kann aber auch gleich nass und rutschig sein wie eh und je… Das Ziel bleibt aber so und so das gleiche: Wir wollen gewinnen!“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Großbritannien

- special features -

Weitere Artikel:

WRC Safari-Rallye Kenia: Nach SP6

Ogier bläst zur Jagd auf Solberg

Während Oliver Solberg bei der Safari-Rallye am Freitagmorgen an der Spitze blieb, machte Sebastien Ogier mit einer Aufholjagd wertvolle Zeit gut

WRC-Premierensieger Katsuta

Weltmeister und Rivalen feiern ihn

Takamoto Katsuta feiert seinen ersten WRC-Sieg: Besonders die Reaktionen von Ott Tänak und Kalle Rovanperä zeigen, wie viel dieser Erfolg bedeutet

Stohl/Müller bei Veszprem Rallye

Stohl/Müller haben Lust auf Schotter

Manfred Stohl und Peter Müller starten am Wochenende bei der legendären Veszprem Rallye - weiter südlich starten Lichtenegger/Ettel bei der Ciocco Rally.

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 1 (SP2)

Fünffachspitze für Toyota

Angeführt von Oliver Solberg liegen nach zwei von 20 Wertungsprüfungen in Kenia fünf Toyota-Fahrer in den Top 5 - Hyundai führt das Verfolgerfeld an

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht ORM2

Zehntelsekunden-Krimi im Rebenland!

Ein unglaublich packendes Duell zwischen Günther Knobloch (Renault Clio Rally3) und Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX), das sich erst auf der allerletzten Sonderprüfung entschied, prägte die ORM2 bei der Rebenland-Rallye. Am Ende hatte Günther Knobloch um einen Wimpernschlag die Nase vorne.

Die WRC kehrt 2027 nach Großbritannien zurück - allerdings nicht nach Wales: Eine neue Rallye in Schottland soll nach sieben Jahren Pause das Comeback bringen