RALLYE

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Vierter Sieg in vier Jahren?

Die britische Runde der Rallye-WM kann man getrost als so etwas wie die Lieblingsveranstaltung von Subaru und Petter Solberg bezeichnen.

Die schwierigen, meist rutschigen Bedingungen in den Wäldern von Wales kommen dem Subaru Impreza nun schon seit zehn Jahren mehr als entgegen: 1994 legte der Schotte Colin McRae mit seinem Sieg den Grundstein für eine beeindruckende Serien an Erfolgen – in den Jahren bis 2004 gewannen Subaru-Piloten acht von zehn WM-Läufen in Großbritannien.

Petter Solberg begann – gemeinsam mit Beifahrer und Lokalmatador Phil Mills – seine Siegesserie im Jahre 2002. Ein Jahr später fixierte er mit einem beeindruckenden Sieg vorzeitig seinen WM-Titel auf Subaru und auch im Vorjahr war der schnelle Norweger mit dem Impreza WRC nicht zu schlagen. Nach den zuletzt eher unglücklich verlaufenen Rallyes hofft Solberg auf eine Trendumkehr auf der Insel: „Ich freue mich wirklich sehr auf diese Rallye – ich konnte dort meinen ersten WM-Sieg feiern, meinen ersten Weltmeistertitel fixieren, das ist schon sehr speziell. Natürlich wollen wir auch dieses Jahr gewinnen. Aber die Saison war bis jetzt sehr schwierig, auch die Schotterrallyes verliefen nicht immer nach Wunsch. Trotzdem: Unser erklärtes Ziel ist der Sieg!“

Auf dem Weg zu einem möglichen Erfolg müssen sich Solberg und Co mit sehr unsicheren Witterungsbedingungen herumschlagen. Im englischen Spätsommer ist vom angenehmen Sonnenschein und Trockenheit bis zum dicken Nebel mit strömenden Regen alles möglich. Eine besondere Herausforderung vor allem für die noch unerfahrenen Großbritannien-Starter im Team von Subaru: Für den Franzosen Stephane Sarrazin ist die Rallye völlig neu, und auch wenn der australische Junior Chris Atkinson im letzten Jahr zumindest die Besichtigung absolviert hat, so ist der Einsatz im Renntempo dennoch eine völlig neue Erfahrung.

Sarrazin ist aber optimistisch: „Ich konnte in Griechenland und auf Sardinien viel Erfahrung auf Schotter sammeln und der Test in Wales war auch sehr hilfreich. Es sind viele starke Piloten am Start, trotzdem möchte ich unter die Top-Ten!“ Ein sehr ambitioniertes Ziel für den Asphaltspezialisten, der ja eigentlich aus dem Rundstreckensport kommt. Sein Kollege aus „Down Under“ kann hingegen auf einige Erfahrung mit dem rutschigen Geläuf zurückblicken: „Ich bin in der Asia-Pazifik-Meisterschaft zwei, drei Rallyes gefahren, die ähnlich feucht und rutschig waren, wie diese hier in Wales“, erzählt Chris Atkinson. „Es wird schwierig, aber ich werde ordentlich Gas geben. WM-Punkte sollten möglich sein!“

Teamchef David Lapworth setzt seine Fahrer trotz der glorreichen England-Vorgeschichte von Subaru nicht unter Druck. „In diesem Jahr wird es schwierig werden, zu gewinnen. Aber das Team und vor allem Petter wissen, wie man bei dieser Rallye siegt. Mal sehen, wie das Wetter wird, das wird einen entscheidenden Einfluss haben. Wir werden ganz unverkrampft an die Sache herangehen, das gilt auch für unsere beiden Nachwuchspiloten. Beide sollen Erfahrung sammeln und sich kontinuierlich steigern, dann bin ich zufrieden!“

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