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Rallye-Challenge: Herbst-Rallye

Alles super!

Die Herbst-Rallye in Leiben war eindeutig der bisher erfolgreichste Einsatz von Franz Kohlhofer und seinem Audi Urquattro in diesem Jahr.

Der Urquattro-Fahrer aus der Steiermark beendete die Herbst-Rallye auf dem hervorragenden sechsten Platz in der Gesamtwertung, in der für ihn relevanten Klasse, der österreichischen Gruppe-H-Wertung, wurde er Zweiter. Gegen den jungen Wolfgang Schmollngruber mit seinem Ex-Werks-Mazda, der auch um einiges kürzer ist als der Audi, was auf den winkeligen Prüfungen im südlichen Waldviertel nicht unbedeutend war, kam Franz Kohlhofer zwar nicht an, trotzdem erfüllte das Ergebnis alle Erwartungen bei Weitem. Viel Freude machte Kohlhofer mit seiner erfolgreichen Vorstellung auch Erich Killer, Bauleiter bei der Firma Alpine-Mayreder, der einer seiner wichtigsten Förderer ist.

Problemlos verlief auch die Umstellung auf den neuen Beifahrer, denn Stamm-Co Erwin Hadolt musste aus beruflichen Gründen absagen. Gernot Wagner, bisher neben Suzuki-Fahrer Thomas Steinmayer schon erfolgsverwöhnt, durfte sich nun auch als Partner von Franz Kohlhofer über einen Pokalrang freuen, natürlich ließ die Zusammenarbeit nichts zu wünschen übrig. Man merkte auch, daß die Herbst-Rallye ganz offensichtlich DIE Rallye von Franz Kohlhofer ist, so oft hatte er schon Pokale aus dem Schloß Leiben mitnehmen können. Er mag die Strecke einfach sehr. Selbst die haarigsten Richtungswechsel – es gab eine Stelle, wo fast jeder Dritte den Rückwärtsgang brauchte, um durchzukommen! – nahm Franz Kohlhofer mit sehr viel Gefühl für eine einwandfreie Linie, und das, obwohl der Audi Urquattro sicher nicht zu den handlichsten Wagen gehört.

Am Anfang fuhr Kohlhofer auch sehr oft schnellere Zeiten als Markus Benes, der später mit einem Getriebeschaden an seinem Mazda ausgefallen ist. Damit lag er von Beginn an an der absoluten Spitze der Gruppe H. Nur Wolfgang Schmollngruber, der war unerreichbar. Bemerkenswert ist auch, daß Franz Kohlhofer am Ende noch Bernhard Jahn mit dem Subaru Impreza Gruppe A überholen konnte, der durch einen Reifenschaden auf der letzten SP etwas Zeit verloren hatte und dem es davor schon nicht auf jeder Prüfung gelungen war, den um Jahrzehnte älteren Audi hinter sich zu lassen. Auch hier merkt man, daß Franz Kohlhofer bei der Rallye im südlichen Waldviertel, bei der immer wieder die Strecke geändert wird, fast wie zu Hause ist.

Aber auch Franz Kohlhofer hatte am Schluß Probleme: Am Ende war links hinten ein Traggelenk kaputt, dennoch war es Gernot Wagner und ihm gelungen, sich ins Ziel zu retten. Der Erfolgsfeier stand nichts im Weg. So katastrophal die erste Saisonhälfte für Franz Kohlhofer verlaufen ist: Die zweite Saisonhälfte 2005 könnte kaum besser sein.

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