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Rallye-Challenge: Herbst-Rallye

Aufstand gegen die Großen

Thomas Steinmayer nimmt die Herbst-Rallye gemeinsam mot Hulak-Stamm-Co Markus Wagner in Angriff, der Klassensieg ist das Ziel.

Der Suzuki Swift Gruppe A, der früher Martin Zellhofer gehörte, scheint ein wahrer Glücksgriff zu sein: Nur bei der ersten Rallye gab es einen Ausfall. Ansonsten hat Thomas Steinmayer jede Rallye, die er mit diesem Auto gefahren ist, beenden können.

Auch die zuletzt gefahrene TRT-Mühlviertel-Rallye, obwohl es dort schon ziemlich haarig abgegangen war: Der Motor, der unter der starken Hitze noch viel mehr gelitten hatte als der Fahrer, befand sich im Zustand der Agonie.

Natürlich hatte er während der Veranstaltung auch keinerlei Schonung erfahren, denn Zurückhaltung ist nicht die Sache von Thomas Steinmayer. Aber wie durch ein Wunder hielt der Gruppe A-1300er bis zum Schluß, wenngleich er in der Endphase arg waidwund war.

Aus diesem Grund musste das Steinmayer Racing Team den BRK-Rallyesprint auslassen, wenngleich Thomas auf den Harrachschen Schotterpfaden liebend gern gefahren wäre. Aber bis aus dem Beinahe-Totalschaden wieder ein drehfreudiger, durchzugsstarker Suzuki-Murl geworden ist, mit dem man bedenkenlos auf Zeit fahren kann, das brauchte seine Zeit.

Und auf Challenge-Titelkurs war man von Anfang an nicht gefahren. Wenngleich auch gelegentlich ein wenig Wehmut aufkommt, wenn man überlegt, wo man in der ARC-Wertung jetzt stehen könnte, wäre man auch den Rallyesprint und die Niederbayern-Rallye gefahren. Andererseits: Zeit- und Geldaufwand sind nicht zu unterschätzen, auch nicht in der Challenge und auch nicht mit einem Auto dieser kleinen Klasse.

Worauf Thomas Steinmayer aber (noch) nicht verzichten möchte: Bei den attraktivsten Challenge-Läufen die PS- und hubraumstärkeren Wagen nach allen Regeln der Kunst zu fordern.

In diesem Fach kann dem Teesdorfer Profi-Mechaniker bekanntlich nicht so bald jemand das Wasser reichen, man denke nur an die Triestingtal-Rallye, wo er sich mit dem Volvo 744 von Jochen Walther duelliert hat und am Ende erfolgreichster Teilnehmer bei den Nicht-Allradwagen geworden ist. Zudem recht beachtlich war der 9. Platz in der Gesamtwertung.

Auch die Herbstrallye des Vorjahres – gesamt immerhin Platz 11 – endete mit einem außergewöhnlich guten Ergebnis, Optimismus ist demnach angebracht. Gewiß: Heuer wird es etwas schwerer.

Dafür sprechen alleine schon die sechs genannten Mitsubishi-Stars aus der ÖM, und gegen die kommt selbst der beherzteste Suzuki-Driver nicht an. Es sei denn, sie kommen in arge Troubles, was bei Mitsubishis eher selten ist. Aber man fährt ja vor allem wegen der Gaudi. Auf maximalen Einsatz des schnellsten Suzuki-Fahrers der ARC dürfen sich die Zuseher sicher gefasst machen.

Der Klassensieg dürfte wie im Vorjahr ziemlich sicher sein. Immerhin sind diesmal, im Gegensatz zur Mühlviertel-Rallye, wieder einige Klassenkonkurrenten am Start, der Vergleich der Erfolgsbilanz spricht eindeutig für Thomas Steinmayer als Klassenersten.

Die weiteren Bewerber: Ernst Sommerbauer (Skoda Felicia), Johannes Käfer (Suzuki Swift) und Andreas Wirl, wobei letzterer mit seinem Fiat Cinquecento kaum als Gegner in Betracht kommen dürfte. Allerdings ist auch dieses Auto in die Klasse A5 (Gruppe A bis 1.400 ccm) gereiht.

Eine Neuerung gibt es diesmal beim Copiloten, obwohl der Name gegenüber früheren Rallyes gleich geblieben ist: Nach Gernot Wagner probiert es jetzt erstmals Markus Wagner, der bisher bei Andreas Hulak diese verantwortungsvolle Aufgabe übernommen hatte.

Und weil dieser sowieso im Moment keine Rallye fährt – und weil die Philosophie von Thomas Steinmayer eine ganz ähnliche ist (Gas geben, wo der Tapferste bremst), treten die Jungs aus dem Raum Baden nun erstmals in dieser Formation an. Übrigens ist Thomas Steinmayer die Herbstrallye vor Jahren schon einmal gemeinsam mit Andreas Hulak gefahren.

Natürlich war es ein sagenhafter Auftritt. So wie fast alle Rallyes von Thomas Steinmayer, der leider immer konkreter an Rücktritt denkt.

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