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"Kehrmaschine" mit Vollgas

Sébastien Loeb möchte in Argentinien von Beginn an Vollgas geben. Der WM-Dritte Dani Sordo sammelt weiter Erfahrungen mit dem WRC-Boliden auf Schotter.

Auch wenn Sébastien Loeb einen Vorsprung von elf Punkten auf Markus Grönholm vorweisen kann und er Argentinien somit auf alle Fälle als WM-Leader verlassen wird, sieht der Franzose keinen Grund, taktisch vorzugehen. "Unsere Strategie ist sehr einfach: Raus auf die Straße und Vollgas geben, vom ersten Meter an", sagt der WM-Leader.

Im Vorjahr konnte Loeb die Argentinien-Rallye für sich entscheiden. Am Freitag werden wegen der vielen Steine sowohl Loeb als auch sein Verfolger Grönholm die "Kehrmaschine" spielen, da sie als Erster und Zweiter die Sonderprüfungen in Angriff nehmen müssen. "Wir werden über mehr als 110 Kilometer die Straßen säubern müssen, aber auch Petter Solberg wird als Fünfter recht früh losfahren", sagt Loeb. Die Steine können jedenfalls leicht zu "Stolpersteinen" werden, daher hofft Loeb auch, dass "der Sieg am Freitagabend immer noch möglich ist".

Den zweiten 2006er-Xsara von Kronos Racing wird wieder Xavier Pons pilotieren, der 2004 erstmals an der Argentinien-Rallye teilgenommen hat. Den 2005er-Boliden wird abermals Dani Sordo steuern, der nach seinem zweiten Platz in Spanien und dem dritten Rang auf Korsika in der Fahrer-WM den dritten Gesamtrang innehat.

Für den Spanier steht die Argentinien-Rallye unter dem Motto "Zurück auf die Schulbank", denn: "Ich fahre hier nach Mexiko zum zweiten Mal mit einem WRC auf Schotter." Seine bislang gezeigten Leistungen werden honoriert: "Ich habe erfahren, dass ich auch in Sardinien und Griechenland fahren werde, was sehr gute Nachrichten für mich sind. Es ist einfach großartig, dass ich so die Möglichkeit erhalte, viel dazuzulernen. Ich habe noch wenig Erfahrungen mit dem WRC auf Schotter machen können." Dabei ist "Schotter-WRC-Schüler" Sordo bei aller Bescheidenheit nicht zu unterschätzen, er wurde in Mexiko Vierter.

Kronos-Teamchef Marc van Dalen erwartet von Sordo, dass er "seine in Mexiko gezeigte Pace steigern kann". Pons wiederum würde "von seinen im letzten Jahr gesammelten Erfahrungen profitieren", sagt Van Dalen, der von Loeb natürlich den Sieg erhofft.

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