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Vor den Stadionrunden: 16 Sekunden fehlen "Stohlito" auf den Podestplatz

Vor den beiden Stadion-Superspecials fehlen Manfred Stohl 16 Sekunden auf den Dritten Gigi Galli. Weltmeister Loeb feiert den vierten Saisonsieg in Folge.

Michael Noir Trawniczek

"Wir hatten hier eine phantastische Rallye, aber das Glück war eben nicht auf unserer Seite", erklärte Manfred Stohl am Ende der 20. und letzten "regulären" Sonderprüfung gegenüber dem WRC-Radio.

Der Wiener und seine Co-Pilotin Ilka Minor legten sich an diesem Sonntagmorgen noch einmal mächtig ins Zeug - die Kampfansage an Stallkollege Henning Solberg war keine leere Worthülse, ganz im Gegenteil.

Stohl fuhr in SP 19 Bestzeit vor Petter Solberg, Marcus Grönholm und Sébastien Loeb, knöpfte dem Teamkollegen 26,9 Sekunden ab und eroberte somit den vierten Gesamtrang zurück. Doch auch auf den Gesamt-Dritten Gigi Galli (Peugeot) konnte Stohl satte 36,4 Sekunden gutmachen, sodass ihm vor der letzten "wirklichen" Wertungsprüfung zwar noch 28,3 Sekunden fehlten, doch nach dieser Vorstellung lag es durchaus im Bereich des Möglichen, dass "Stohlito" bei seinem 100. WM-Lauf doch noch den Sprung aufs Podest schafft.

Nervenschlacht

Und so gab der Wiener auch in der rund 17 Kilometer langen zwanzigsten Prüfung ordentlich Gas, fuhr die vierte Zeit hinter Petter Solberg, Grönholm und Loeb - doch Galli fuhr die siebente Zeit, so konnte Stohl zwar den Rückstand auf den Gesamt-Dritten auf 16,1 Sekunden reduzieren, doch in den verbleibenden Superspecials dürfte es sehr schwer werden, diesen Rückstand aufzuholen.

Allerdings ist auch ein Gigi Galli vor einem Fahrfehler nicht gefeit - der Kampf um den dritten Podestplatz wird zur Nervenschlacht...

Platzierungen unverändert

An der Spitze liegt Subaru-Werkspilot Petter Solberg 32,9 Sekunden hinter Sébastien Loeb - womit der WM-Leader einmal mehr die volle Punkteanzahl erobert, während sein Gegenspieler Marcus Grönholm trotz starker Zeiten auf Rang 10 festklebt - für den Finnen trat also das "Worst Case Scenario" ein. Auf dem Podium werden Loeb, Petter Solberg und Gigi Galli stehen.

Rund 57 Sekunden hinter Stohl belegt sein Stallkollege Henning Solberg den fünften Platz, dahinter liegen Dani Sordo (Kronos), Chris Atkinson (Subaru) und Lokalmatador Luis Perez-Companc (Ford) in den Punkterängen.

Allerdings könnte Atkinson in den beiden Superspecials noch seinen Rückstand auf Sordo gutmachen, es handelt sich um lächerliche 1,1 Sekunden. Und auch Perez-Companc muss noch zittern - drei Sekunden hinter ihm lauert Mathew Wilson im M-Sport-Ford. Die Stadion-Action wird also nicht nur Show-Charakter aufweisen.

Die beiden Superspecials im Cordoba-Stadion, jeweils zwei Runden auf dem engen Kurs, werden um 18.05 Uhr respektive 18.08 Uhr MEZ gestartet.

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