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Die Kringerlsünder von Cordoba

Weil sie das Stadion-Publikum mit "Donuts" erfreuten, wurden Loeb, Galli, Sordo und Stohl mit einer Geldstrafe und einer bedingten Sperre belegt.

Michael Noir Trawniczek

Unfassbar! Was haben sich bloß Sébastien Loeb, Gigi Galli, Daniel Sordo und Manfred Stohl dabei gedacht, als sie im Cordoba-Stadion der Bitte der Stewards nachkamen, vor dem Überqueren der Zielrampe noch ein paar "Donuts" [auch "Kringerl genannt, das Auto dreht sich am Stand] hin zu legen und damit das Leben von 40.000 Zuschauern zu gefährden? So nicht, meine Herren! Das wird bestraft! 10.000 Dollar Geldstrafe für jeden der vier Sünder und beim nächsten Vergehen: Disqualifikation! Donuts sind verboten!

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So ähnlich werden wohl jene Herren von der Obersten Sportbehörde FIA denken, die tatsächlich die vier erwähnten "Sünder" mit der oben erwähnten Geldstrafe belegt haben. Und tatsächlich fahren alle vier nun unter Bewährung und sie würden bei einem weiteren Regelverstoß auch tatsächlich gesperrt werden.

Gigi Galli kann nur den Kopf schütteln - gegenüber der italienischen Autosprint outet er sich als wenig bis gar reumütig: "Warum sollte ich das bereuen? Abgesehen davon, dass es ein Marshall war, der uns darum bat, ein bisschen eine Show zu liefern, sehe ich nichts Falsches daran, die Fans mit ein paar absolut sicheren Darbietungen zu unterhalten."

Manfred Stohl erklärt zu der angeblichen Publikumsgefährdung: "Das ist absolut lachhaft. In der Superstage fliegst du mit 120 Sachen so knapp an den Zuschauern vorbei, dass du sie mit dem Außenspiegel frisieren könntest. Und dann kommt das."

Die 40.000 Fans haben übrigens gejubelt. Die "Kringerl" im Cordoba-Stadion waren so etwas wie eine gut gepflegte Tradition...

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Sicher hat die FIA prinzipiell Recht. Regeln sind Regeln und müssen befolgt werden. Trotzdem kann man nur den Kopf schütteln - und während man das tut, sitzen die Apparatschiks längst wieder an ihren Schreibtischen und denken sich eifrig neue Regeln für die Zukunft aus...

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