RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Maximaler Erfolg für Loeb und Citroen

Mit seinem Rekordsieg errang Sébastien Loeb die Führung in der Fahrer-WM. Bei den Herstellern übernahm Citroen dank des Doppelsiegs das Zepter.

In Finnland sei man als Außenseiter an den Start gegangen und konnte dank der außerordentlichen Leistung von Sébastien Loeb und Daniel Elena einen eher unerwarteten Sieg erringen, meinte Citroen-Teamchef Olivier Quesnel. In Deutschland hingegen hatte man die klare Favoritenrolle inne. "Und das hat uns gewaltig unter Druck gesetzt. Aber ich darf mit Stolz erklären, dass jeder bei Citroen Sport sich dieser Aufgabe gestellt und seinen Beitrag dazu geleistet hat, den ersten Doppelsieg in dieser Saison einzufahren", erklärte ein überwältigter Quesnel.

Der Teamchef fügte hinzu: "Sébastien und Daniel haben einen einwandfreien Lauf gezeigt und auch Dani und Marc waren sehr gut in Form. Sie haben uns mit dem zweiten Platz weitere wichtige WM-Punkte beschert. Unsere Autos und Crews können eine beeindruckende Erfolgsgeschichte bei der Deutschland-Rallye vorweisen - und eine weitere herausragende Leistung hat uns nun an die Spitze der Herstellerwertung gebracht." Citroen konnte in der Hersteller-WM das Ford-Werksteam überholen - und natürlich hat Sébastien Loeb auch die Führung in der Fahrer-WM übernommen.

Schon vor der Deutschland-Rallye hat Loeb mit einem Augenzwinkern darauf hingewiesen, dass er und sein Co-Pilot Daniel Elena es keinesfalls zulassen wollen, dass ihre Hauptkonkurrenten ihnen ausgerechnet in Deutschland den Sieg wegschnappen, quasi als Revanche dafür, dass sie zwei Wochen zuvor auf finnischem Boden erfolgreich waren. "Unser Citroen C4 WRC war vom Start weg hervorragend und wir haben zudem jedes Mal die richtige Reifenwahl getroffen. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl im Auto, so konnten wir von Beginn an Vollgas geben", freute sich Loeb.

"Es ist fantastisch, dass wir hier in Trier erneut gewonnen haben", kommentierte Loeb seinen famosen siebten Sieg bei der siebten Deutschland-Rallye. "Hier sind immer so viele begeisterte Zuschauer", streute Loeb den deutschen Fans Rosen. In Neuseeland könne es für ihn "etwas schwieriger" werden, räumte der vierfache Weltmeister ein - denn bei der Schotter-Rallye muss er als WM-Leader als erster Pilot auf die Strecke fahren.

Dani Sordo und sein Co-Pilot Marc Marti blicken auf ein äußerst zufriedenstellendes Rallye-Wochenende zurück - Sordo erklärte: "Ich bin mit dem zweiten Platz sehr zufrieden, denn die Deutschland-Rallye ist nicht unbedingt meine Lieblings-Veranstaltung auf Asphalt. Das Layout lässt einfach keinen richtigen Rhythmus zu. Es war aber durchaus nett, wieder einmal auf Asphalt zu fahren. Wir waren uns anfangs nicht wirklich sicher mit dem Setup, aber die Ingenieure haben uns für den Samstag ein perfektes Auto hingestellt. So konnten wir unsere Pace steigern und ich hatte jede Menge Spaß beim Fahren. Unser Ergebnis bringt Citroen einen Doppelsieg und unsere Gesamtpunkteanzahl manövriert uns an die Spitze der Meisterschaft - wenn das kein tolles Ergebnis ist! Und: In der Fahrerwertung liege ich jetzt auf Platz drei. Jetzt heißt es jedoch, diese Leistung auch weiterhin zu erbringen."

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Deutschland

- special features -

Weitere Artikel:

Regel-Revolution wirkt

WRC meldet Ansturm neuer Tuner

Die WRC steht 2027 vor einer Revolution - Die FIA bestätigt massives Interesse von Tunern am neuen Reglement und nennt eine überraschende Zahl

Am 27. und 28. Februar kehrt der Rallyesport nach 15 Jahren zurück in das Triestingtal. Mit der ARC Rallye Triestingtal feiert die Austrian Rallye Challenge einen fulminanten Saisonauftakt....

Toyota-Pilot Oliver Solberg hat seine Führung bei der WRC Rallye Monte-Carlo 2026 verteidigt, obwohl er am Freitagvormittag einen schleichenden Plattfuß hatte. Keferböck/Minor führen weiter bei den Masters.

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.

Die FIA macht ernst: Mit einem Testlauf im Juni rückt die WRC-Rückkehr in die USA näher - Das Ziel für das erste offizielle Event ist nun das Jahr 2027

Zu wenig Grip, zu viel Ärger

Hankook plant neuen Winterreifen für die WRC

Sebastien Ogier fand deutliche Worte, Hankook zeigt Verständnis: Nach der Rallye Monte-Carlo arbeitet der Hersteller an einem neuen WRC-Winterreifen