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Massenstart im Mühlviertel

Der 5. ARC-Lauf ist die Spielwiese der Teams des Rallye Club Perg: bei der Mühlviertel Rallye mit 18 Teams wieder eine Großmacht.

Waren es im Vorjahr 20 Klubmannschaften, die am Start waren, so sind es heuer 18, was am 19.Juli wiederum „Massenstart“ bedeutet. Angeführt werden die „Perger“ von Obmann Niki Glisic und dessen Stellvertreter Franz Panhofer, der nach seinem Unfall bei der Jänner Rallye und dem frühen Ausfall bei der Althofen Rallye den zweiten Anlauf zum Comeback nimmt.

Glisic, der im Vorjahr als „König der Ringerl“, trotz je dreier Dreher auf den Prüfungen 3 und 5, mit dem 13. Platz sein Potential aufgezeigt hatte, will heuer mehr - und die „Gesetzten“ mit den niedrigen Startnummern nicht nur ärgern sondern ihnen auch zeigen, wo der „Bartl den Most holt“ - wenn das Wetter mitspielt. „Von Anfang an schnell fahren, driften und ohne Dreher in die Top ten fahren“, ist die eigene Vorgabe von Glisic.

Franz Panhofer und Hubert Scheuchenegger gehen mit Handicap 40 ins Rennen - der revidierte Rennmotor ist wegen fehlender Teile nicht einsatzbereit. Der Arbinger fährt daher im Mühlviertel mit einem serienmäßigen Motor im Toyota Corolla Coupe. „Einen Kompromiss zu machen und in den Originalmotor Serienteile einzubauen ist sinnlos, wir wollten aber unsere Fans nicht enttäuschen und deshalb wählten wir diese Lösung. Es fehlen uns jetzt zuviel PS, um für eine Überraschung gut zu sein, aber wer weiß?“, sagte Panhofer.

Viel Arbeit wartet auch noch auf Manfred Hinterreiter nach seinem Abflug bei der Rallye Weiz. „Zum Glück blieb der Motor ganz, der Ventildeckel war gebrochen. Das Dach ist wieder ausgebügelt und das Auto ist auch schon lackiert. Es gibt aber trotzdem noch einiges zu tun“, sagte der Schwertberger, der vor einem Jahr im Mühlviertel seine erste Rallye bestritten hatte und nach Motorschaden nach der SP 2 aufgeben musste. „Ins Ziel kommen“ ist daher oberste Maxime beim Jubiläum.

Charly Raab will nach seinem „Testlauf“ in Weiz („die Zeiten haben gepasst“) den Heimvorteil ausspielen und auf das Stockerl in seiner Klasse fahren, das er im Vorjahr knapp verfehlt hat. Mit dem alten Motor („mit dem neuen stärkeren gibt es noch Probleme“) aber Top-Reifen will er angreifen und die Chance nützen.

Fahrbereit ist dagegen der Golf GTI von Bernd Gebetsberger, der zu Ostern einen Rallyesprint in Deutschland zum Einrollen nützte. „Im Vorjahr war ich als Kopilot im Mühlviertel, heuer schau ich mir das ganze als Fahrer an. Das Auto ist fertig, ich brauch nur einzusteigen. Die Erwartungen setze ich nicht hoch an, ich fahr zum ersten Mal mit Slicks und es ist auch mit meinem Beifahrer erst die zweite Rallye. Jedenfalls fang ich sachte an.“

Schon lange fertig ist auch das Auto von Manfred Aichinger: „“Hoffentlich ist das ein gutes Omen. Ich bin heuer in Althofen gefahren und habe einen Driftkurs gemacht. Für meinen Bruder ist es auch erst die zweite Rallye, wir sind noch keine Einheit. Ein Platz unter den ersten 3 bei den Historischen ist fast unmöglich, um vier herum einreihen und an den Topzeiten dran sein, das ist mein Ziel.“

Mit dem Erfolgserlebnis Platz 2 (nach Zeitstrafe und Rückversetzung des vor ihm liegen Konkurrenten) bei der Rallye Weiz geht Martin Löttner ins Heimspiel. „Die Konkurrenz ist hier enorm stark. Trotzdem ist Attacke vom ersten Meter an angesagt mit Endziel Stockerlplatz.“

„Gscheit Gas geben“ will auch Martin Krachtochvil. „Ich will zum ersten Mal an meine Grenzen gehen, mit Heimvorteil kann man das durchaus machen und einen Stockerlplatz anpeilen. Der Skoda ist sicherlich das schwächste Auto im Feld, aber das Querfahren hat in Altenhofen den Zuschauern sehr gefallen. Mit Beifahrer Markus Kotrba hab ich mich im Auto auf Anhieb verstanden.“

Thomas Werner, in Weiz ebenfalls mit neuem Ko unterwegs peilt mit konstanter Fahrweise einen Platz im Mittelfeld an. „Jürgen (Heigl) hat bei seiner ersten Rallye überhaupt gute Arbeit geleistet, er wird im Mühlviertel noch besser sein. Ohne Fahrfehler durchfahren und auf einen Platz um 40 kommen, wäre ein Hammer.“

Erwin Benkner weiß noch nicht, wer neben ihm sitzen wird. „Es wird auf alle Fälle ein erfahrener Kopilot sein“, ist der Baumgartenberger zuversichtlich gute Figur zu machen. „das Auto ist okay und ich bin die Prüfungen ja schon einige Male gefahren“.

Auch Debütanten des Rallye Club Perg gibt es zu vermelden: Herbert Winkler/Christian Haas sind mit einem Ford Escort RS 2000 zum ersten Mal für den Club im Mühlviertel unterwegs und auch Karl Hinterreiter, vor einem Jahr noch Kopilot bei seinem Bruder Manfred, gibt mit dem erfahrenen Wolfgang Wiesinger in einem BMW 325 Coupe sein Fahrerdebüt.

Die Teams des Rallye Club Perg bei der Mühlviertel Rallye 2008:

92 Manfred Aichinger/Gerhard Aichinger (Ford Escort RS 2000)
62 Erwin Benkner/ ? (Fiat Stilo JTD)
112 Walter Folger/ Nina Mairunteregg (Volvo 940)
72 Bernd Gebetsberger/Josef Brandstetter (VW Golf GTI 16V)
18 Niki Glisic/Alfred Glaser (BMW M3 E30/Klasse H13)
77 Peter Hinker/Michael Bertleff (Honda Integra Type R)
85 Johann Haunschmid/Claudia Haunschmid (Ford Fiesta ST)
58 Karl Hinterreiter/Wolfgang Wiesinger (BMW 325 Coupe E36)
60 Manfred Hinterreiter/Claudia Buchmayr (Mercedes 190E 2,3-16)
103 Mario Klopf/Josef Klopf (Ford Escort RS 2000)
104 Erwin Kollingbaum/Martina Brückler (BMW 325 i E30)
105 Martin Kratochvil/Markus Kotrba (Skoda Favorit)
64 Martin Löttner/Manuel Mayrhofer (BMW 318 is E30)
107 Thomas Maurer/Michael Schwarzmayr (BMW 325 i E30)
51 Franz Panhofer/Hubert Scheuchenegger (Toyota Corolla Coupe AE86)
94 Karl Raab/Peter Medinger (BMW 2002 tii)
87 Thomas Werner/Jürgen Heigl (BMW 325 ix E30)
101 Herbert Winkler/Christian Haas (Ford Escort RS 2000)

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