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Taxi ins Waldviertel

Der Einsatz von Herbert Karrer/Helmut Schöpf war als Test für die Rallye Walviertel angesetzt, man ist mit dem Ergebnis durchaus zufrieden.

Herbert Karrer wird den Seat Ibiza TDI bei der Waldviertel-Rallye als Taxi für Kunden einsetzen. Im Mühlviertel saß Helmut Schöpf am heißen Sitz, er resümiert: „Mit einiger Erfahrung am Beifahrersessel ist es sicherlich leichter, möchte man annehmen. Im Prinzip ist das auch richtig, aber um einen Rundstreckenfahrer auf Rallye zu trimmen, braucht’s dann doch etwas mehr als Erfahrung alleine.“

Denn zweifelsohne ist ein Rundstreckenfahrer ganz andere Speeds gewöhnt und attackiert dementsprechend. Gleich in SP 1 wurde Herbert Karrer deshalb auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als er an einer echten Highspeed-Stelle die Haftungsgrenze ordentlich überschritt.

Eine Welle, über die der Seat abhob, und die Ablenkung durch ein bereits hinausgerutschtes Fahrzeug führten in Summe zu einem ordentlichen Abflug. An Bord sah das so aus:

„Zuerst voll nach rechts, dann in Richtung eines A-Masten, fast im Retourgang brach Herbert dann die Rettungsversuche ab und entschloss sich, den Seat auf das Gott sei Dank zur Verfügung stehende freie Feld zu lenken“, erinnert sich Helmut Schöpf, „hier traf er dann als Parkplatz genau einen Graben, in dem die Vorderräder keine Haftung fanden“ - bis nach zwei Minuten endlich Zuseher eintrafen, mit deren Hilfe die Fahrt wieder aufgenommen werden konnte.

Der ans Kopfrechnen gewöhnte Co zieht Bilanz:

„Der Verlust dieser Aktion beziffert sich wie folgt:
1. 2 Min 30 sec. verloren
2. Selbstvertrauen angeknackst
3. Beifahrer etwas sauer“

Somit war eine gute Platzierung unmöglich, eine Gewaltaktion hätte nicht mehr so glücklich geendet: „So wurde aus der Not eine Tugend gemacht und Herbert konnte sich dem Rallye lernen widmen.“

Auch Schöpf hatte seine Probleme mit der Gewöhnung auf die etwas gradlinigere Racing-Mentalität, denn er war ja immerhin mit einem früheren österreichischen Tourenwagenmeister unterwegs:

„Grundsätzlich hatte Herbert als eingefleischter Rundstreckenfahrer das Problem, dass er den Ansagen nicht wirklich vertrauen wollte. Bei Prüfungen mit ausreichender Sicht konnte er ja locker überprüfen, dass der Mann im Ohr auch wirklich das richtige sagte. Bei Prüfungen mit unübersichtlichen Stellen kam es dann aber doch verstärkt zum Vorschein, dass Sicht-fahren bevorzugt wurde.“

Das Resümee des Organisators der Waldviertel-Rallye zu diesem Test: „Potential ist durchaus vorhanden, der Seat Ibiza Diesel hat sich als sehr verlässlich und problemlos erwiesen. Es wäre vielleicht ein etwas leichterer Beifahrer zu bevorzugen, da die Leistung doch unter den über hundert Kilo auf der rechten Seite gelitten hat. Die Aufnahmeprüfung als Taxi zur Waldviertel Rallye haben Fahrer und Fahrzeug aber toll bestanden.“

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