RALLYE

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Pechsträhne prolongiert

Es war wieder die Halbachse: Dritter Ausfall in Folge für Martin Kalteis/Günter Lang auf ihrem Ford Fiesta ST bei der Weiz Rallye.

Fotos: Daniel Fessl

Und das diesmal schon nach drei Sonderprüfungeskilometern – der kürzesten Rallye des Teams! Die Chancen den Vorjahreserfolg bei der Austrian Rallye Challenge (3. Gesamt; Sieg: Junioren- und Beifahrerwertung) zu wiederholen, sind dahin – und die heurige Saison voraussichtlich gelaufen.

Jetzt gilt es die Ursachen des zweimaligen Halbachsbruches zu finden. Ein Defekt der Differentialsperre wird vermutet, der Ausbau in den nächsten Tagen wird es weisen. Aller Aufwand war umsonst an diesem Wochenende – und der war nicht zu knapp:

Völlig entspannt fuhren Kalteis/Lang zur technischen Abnahme am späten Freitag Nachmittag und kehrten mit seltsamen Geräuschen aus dem Motorraum zurück. Servoöl fehlte – Servopumpe kaputt – kein Problem, Ersatzteil ist mit dabei. Aber es war der Servoschlauch, der undicht war – und den gab es nicht.

Hilferuf an Max Lampelmaier in Mattsee/Salzburg, dem technischen Betreuer des Ford Fiesta Cups. Ja, er hat den Ersatzteil, und sonst wo in der Umgebung wird es kaum zu kriegen sein. Ja, er unterbricht seine Abendgestaltung und legt den Servoschlauch bereit – herzlichen Dank dafür.

Ein Teil der Servicemannschaft macht sich am Abend ins 300 km entfernte Mattsee auf den Weg und so kann am zeitigen Morgen, vor dem Start das neue Teil eingebaut werden.

Ausgestattet mit dem Gefühl, dass jetzt nichts mehr schief gehen kann, gingen Martin und Günter an den Start. Leider war das Vergnügen nur von kurzer Dauer.

Ein nicht unbekanntes Geräusch kündigte den Bruch der Halbachse an. Ein schnelles, gerades bergab Stück wurde mit 30km/h bewältigt und statt scharf rechts bog das Team links zum Zuschauerpunkt ab um kein Hindernis für die nachkommenden Teilnehmer darzustellen.

Jetzt wird das Auto zerlegt, Getriebe, Servoanlage sowie Halbachsen mit verstärktem Material erneuert. Ob sich ein Start im Mühlviertel in drei Wochen ausgeht, ist äußerst fraglich.

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