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Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Michael Böhm gewinnt wieder

Nachdem Böhm/Tomasini die vergangenen beiden Dieselwertungen gewinnen konnten, war der Druck bei der Castrol Rallye relativ groß.

Erstens stand ein weiterer Sieg auf der Wunschliste, denn nur so kann man die Titelchancen wahren und zweitens hatte Micheal Kogler angekündigt, mehr Dieselbestzeiten zu holen als Böhm. Wer den Motorsport kennt weiß, dass man einen Sieg nicht so ohne weiteres abonnieren kann, und dass bei der Umsetzung solcher ehrgeizigen Ziele das Risiko sehr hoch ist.

Die äußeren Bedingungen der Castrol Rallye in Judenburg waren Freitag wie Samstag sehr unterschiedlich, die Sonderprüfungen extrem schnell und an vielen Passagen rutschig und feucht. Trotzdem legte Das Abarth-Team Blöhm/Tomasini auf ihrem Grande Punto Abarth mit einer Reihe an Dieselbestzeiten los und lag bereits nach der vierten Sonderprüfung 1:21 Minuten vor Hermann Berger im Golf TDI und bereist 1:39 Minuten vor Kogler im Scirocco.

Den Rundkurs in Judenburg gingen Böhm/Tomasini recht gelassen an denn der Vorsprung reichte für eine komfortable Halbzeitführung. Nachdem die erste SP des Samstags wegen eines Unfalls neutralisiert wurde ging es für die Dieselboliden erst in Sonderprüfung sieben so richtig los. Kogler lag in dieser SP um 1,1 Sekunden vor Böhm, der angesichts des großen Vorsprungs Risiko und Speed raus genommen hatte. Trotzdem rangierte Böhm bereits an der 17. Stelle im Gesamtklassement – Kogler an der 34. Stelle. In der Dieselwertung bedeutete das: Böhm in Führung, dahinter Berger, Leitner, Kogler und Jaitz.

Michael Böhm kontrollierte das Feld und Kogler versuchte mit zwei Dieselbestzeiten den Anschluß zu finden. In SP zehn waren Böhm und Kogler bis auf die Zehntelsekunde zeitgleich und auch Berger schien mit nur einer Sekunde Rückstand Kogler hinter sich halten zu können. In SP elf ging Kogler an Hermann Berger vorbei und schob sich auf den zweiten Platz in der Dieselwertung, den er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Michael Böhm markierte in der allerletzten Sonderprüfung erneut eine Dieselnestzeit, 29 Sekunden vor Kogler und 26 vor Berger.

Michael Böhm: “Ich bin sehr glücklich, dass es in dieser Saison bis auf den Ausrutscher bei der Jänner-Rallye so gut läuft. Unser Grande Punto ist perfekt vorbereitet, schnell, zuverlässig und hat noch Reserven. Unser Team harmonisiert perfekt und ich bekomm jedes Mal ein perfekt vorbereitetet Auto. In diesem Umfeld ist es noch leichter gute Leistungen zu bringen. Ich hätte mir aber bei der Castrol Rallye von meinem Diesel-Kollegen erwartet, dass sie Michael Kogler mehr fordern. So liegt es weiter an uns mit Siegen die Meisterschaft offen zu halten. Kogler müsste zumindest einmal Dritter werden damit wir aus eigener Kraft den Titel holen. Und wir müssten jede Rallye gewinnen, was auch nicht gerade einfach werden wird.“

Teamchef Christian Böhm: “Michael hat wieder einmal gezeigt, dass er taktisch klug, und wenn es darauf ankommt aber auch sehr schnell fahren kann. Er hat bereits am Freitag eine sehr großen Vorsprung raus gefahren und sich am Samstag konzentriert, den Abstand zu Kogler zu halten. Es wäre unklug gewesen auf Angriff zu fahren und vielleicht einen Platz in der Gesamtwertung zu gewinnen. Eine taktische Meisterleistung, der Anerkennung gebührt. Wir sind drittbestes frontgetriebenes Auto im Feld und mit einem 14. Gesamtrang sehr zufrieden. Von den Dieselbestzeiten steht es 6:6 denn sowohl Michael Böhm als auch Michael Kogler haben je sechs Bestzeiten erzielt. Jetzt wird er Grande Punto Abarth für die Maribor Rallye vorbereitet, die wenn die SP´s ähnlich wie im Jahr 2006 sind, unserem Auto liegen sollte.”

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