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Mischrallye beim Zypern-Comeback

Die WM geht in die dritte Runde – der WRC-Tross kehrt auf Zypern zurück. Die Strecke ist neu und wird als Mischrallye auf Asphalt und Schotter absolviert.

Michael Noir Trawniczek

Sébastien Loeb gewann die letzte Zypern-Rallye 2006.
Mikko Hirvonen auf den engen Straßen von Zypern 2006.

Nach der ersten Runde auf Asphalt in Irland sowie der zweiten auf Schnee und Eis in Norwegen wird die dritte Runde der Rallye-Weltmeisterschaft, am kommenden Wochenende auf der Insel Zypern, auf einem Mischbelag bestehend aus Asphalt und Schotter abgehalten.

Von 2000 bis 2006 wurden bereits sieben WM-Läufe auf Zypern abgehalten – die engen, felsigen Prüfungen brachten der Rallye bald das Image der langsamsten WM-Rallye im Kalender ein. Die letzte Zypern-Rallye gewann Sébastien Loeb mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 67,45 km/h – zum Vergleich: In Norwegen betrug der Schnitt von Loeb 104 km/h.

Mit Schotterreifen auf Asphalt

Doch die Prüfungen der Zypern-Rallye 2009 werden sich stark von den Vorgänger-Events unterscheiden. Vor allem am ersten Tag – dieser wird auf Asphalt bestritten, am Samstag und am Sonntag wird wieder auf Schotter gefahren. Allerdings müssen die Piloten an sämtlichen drei Tagen die harten Schotter-Reifen von Pirelli verwenden.

Aus diesem Grund haben die beiden Spitzenteams Citroen und Ford im Vorfeld spezielle Tests mit dem Schotter-Pneu auf Asphalt abgehalten. Die Meinungen sind unterschiedlich – erfreut ist keiner der Piloten, manche halten das Vorhaben für brandgefährlich, da der Wagen mit den Schotter-Reifen auf den Asphaltstraßen extrem instabil werden kann.

Als WM-Leader wird Weltmeister Loeb als erster Pilot die Prüfungen eröffnen müssen – am ersten Tag ist das noch kein Nachteil, sehr wohl aber am zweiten Tag, an dem auf Schotter gefahren wird.

Gegenspieler Mikko Hirvonen wird am Freitag wohl nur versuchen, so nahe wie möglich an Loeb dran zu bleiben – was auf Asphalt schwer genug sein sollte. Hirvonen gibt sich jedoch zuversichtlich: „Wir haben bei einem mehrtägigen Test eine gute Abstimmung für diese ungewöhnlichen Konditionen gefunden.“

Nur 12 WRC-Piloten am Start

Die Nennliste für die dritte Runde der Weltmeisterschaft ist äußerst bescheiden: Nur 12 World Rally Cars stehen am Start. Die Autos von Sébastien Loeb und Dani Sordo werden auf Zypern in der neuen Livery des Automobilkonzerns antreten, in dem die Farbe weiß mehr vertreten ist.

Neben den beiden Werksteams von Citroen und Ford (Mikko Hirvonen, Jari Matti Latvala und Khalid Al-Quassimi) starten Matthew Wilson und Henning Solberg für Stobart Ford, das Citroen Junioren Team ist mit Evgeny Novikov, Conrad Rautenbach und Sébastien Ogier am Start. Erstmals wieder dabei ist das Munchi’s Ford-Team – mit Federico Villagra wird jedoch nur ein Auto eingesetzt. Wie schon in Norwegen wird Ex-Weltmeister Petter Solberg wieder seinem privaten Citroen Xsara WRC die Sporen geben.

Auf Zypern werden auch Läufe zur JWRC und zur PWRC abgehalten. In der PWRC gilt abermals Patrick Sandell im Red Bull Skoda Fabia S2000 als Topfavorit, in der JWRC stellt die Nennliste mit drei Teilnehmern eine Farce dar.

Das Zentrum der Rallye bleibt in Limassol, der Servicepark wechselt jedoch an den Strand. Die Veranstaltung wird am Donnerstagabend mit dem zeremoniellen Start vor dem „Palais de Sports“ eröffnet.

Richtig los geht es am Freitag mit den Asphalt-Prüfungen im westlichen Teil der Berge von Troodos, nördlich von Paphos. Am Samstag bewegt sich die Rallye im zentralen Teil von Troodos, für das Finale am Sonntag geht es zurück in den Westen. Zwar werden am Sonntag nur noch drei Sonderprüfungen absolviert, dafür jedoch sind zwei wahre Mammuth-Prüfungen dabei: Eine SP ist rund 40 km, die andere rund 30 km lang - es ist die einzige, die gegenüber 2006 gleich gehalten wurde.

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