RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Sébastien Loeb als Straßenkehrer

Neue Lackierung für den C4 WRC bei der Mixed Rallye in Zypern. Loeb will die WM-Führung ausbauen, Sordo kämpft um Herstellerpunkte.

Die dritte Rallye der FIA Weltmeisterschaft 2009 in Zypern ist etwas Besonderes. Der erste Tag wird auf Asphalt gefahren, gefolgt von zwei Tagen auf Schotter. Eine derartige Mixed- Rallye hat es zuletzt in Sanremo 1996 gegeben. Das Ziel von Sébastien Loeb und Co-Pilot Daniel Elena und der Kollegen Dani Sordo und Beifahrer Marc Marti ist, mit einem neu lackiertem C4 WRC den Siegeszug fort zu setzen. Citroen Sport wurde umbenannt in Citroen Racing und die Autos wurden neu beschriftet.

Die kurvenreichen steinigen Sonderprüfungen haben der Zypern Rallye den Ruf beschert die langsamste Rallye im Bewerb zu sein. Zwischen 2000 und 2006 wurde dieser Event sieben Mal ausgetragen.

Loeb und Elena sind vier Mal in Zypern gestartet und konnten 2004, 2005 und 2006 gewinnen. Stünden die Beiden auch dieses Jahr als Erste am Podium, wäre das der fünfzigste WM-Sieg. Das französisch-monegassische Team weiß zu gut, dass es nicht einfach wird. Elena meint: „Die Organisatoren haben uns versichert, dass die Rallye dieses Jahr weniger kurvenreich und schneller als in der Vergangenheit sein wird. Wir müssen auch das Wetter im Auge behalten. Es könnte sogar im März regnen.“

Loeb war eigentlich von der Idee einer Mixed Rallye begeistert, aber ist nicht glücklich mit der Auflage, den ersten Tag auf Asphalt mit Schotterreifen zu bestreiten. Loeb dazu: Es ist eine Schande, Dinge nur halb gemacht zu machen. Wir fahren auf Asphalt mit unpassenden Bremsen, Reifen und Aufhängungen. Die Balance des C4 WRC ist sicher noch immer gut genug mit diesem Set-Up, aber wir müssen vor allem Reifenschäden verhindern. Wahrscheinlich wird es ganz nett für die Zuschauer sein, die Autos herum rutschen zu sehen, aber für uns Fahrer ist das weniger lustig. Die Tatsache, dass wir das Wochenende auf Asphalt starten, wird uns wahrscheinlich nicht davon abhalten gleich an zu greifen. Aber welchen Sinn macht es den Freitag als Erste zu beenden und den nächsten Tag auf Schotter als „Straßenkehrer“ zu fungieren? Trotzdem werden wir versuchen gleich am Eröffnungstag den größtmöglichen Vorsprung aufzubauen.“

Dani Sordo hat die Rallye erst einmal bestritten(2006). Sordos Ziel ist es, soviel Herstellerpunkte wie möglich ein zu fahren. Sordo warnt: „Das wird eine harte Rallye. Wir fahren zwar gerne auf Asphalt aber das Reglement wird auch entscheidenden Einfluss nehmen. Wir haben mit Schotterreifen auf Asphalt getestet und der C4 WRC war stark wie immer.“

Xavier Chardon, Marketing Direktor und Sprecher von Citroen ist vom Wert der Marke überzeugt: „Neunzig Jahre nach der Gründung und trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation, ist sich Citroen der wichtigen Verbindung zwischen Brand und Kunden bewusst. Der Focus war immer schon darauf ausgerichtet Technologien zu entwickeln, die dem Kunden nützen. Die Kreativität von Citroen Racing hat eine beneidenswerte Vielzahl von Rallye Siegen und WM-Titel möglich gemacht.“

Für das Citroen Junior Team werden die Crews von Conrad Rautenbach/Daniel Barritt, Evgeny Novikov/Dale Moscatt und Sebastien Ogier/Julien Ingrassia an den Start gehen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Zypern

- special features -

Weitere Artikel:

"Richtige Monte" steht bevor

Die Herausforderungen beim WRC-Auftakt

Winterliches Wetter droht die Rallye Monte-Carlo an diesem Wochenende als Auftakt der Rallye-WM 2026 noch schwieriger zu machen als ohnehin schon

WRC Monte-Carlo: Tag 2 (SP9)

Ogier verkürzt Rückstand

Im Duell um P2 hinter Spitzenreiter Oliver Solberg macht "Monte"-Rekordsieger Sebastien Ogier weiter Boden gut - Thierry Neuville hängt kurzzeitig fest. Keferböck/Minor führen weiterhin bei den Masters.

WRC Monte-Carlo: Nach SP3

Solberg führt bei Eis, Schnee und Nebel

Bei extrem tückischen Bedingungen auf der ersten Etappe der "Monte" behält Toyota-Neuzugang Oliver Solberg trotz "hundert Beinahe-Abflügen" kühlen Kopf. Keferböck/Minor auf Platz 19 der RC2 liegend bei den WRC Masters in Führung.

Toyota-Pilot Oliver Solberg hat seine Führung bei der WRC Rallye Monte-Carlo 2026 verteidigt, obwohl er am Freitagvormittag einen schleichenden Plattfuß hatte. Keferböck/Minor führen weiter bei den Masters.

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.

Der "verrückte Traum"

Wie Solberg die WRC-Elite schockte

Oliver Solberg schreibt WRC-Geschichte: Als jüngster "Monte"-Sieger aller Zeiten triumphiert der Toyota-Pilot bei extremen Bedingungen gegen die Weltelite