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Rallye-WM: Sardinien

Loeb zuversichtlich: „Vorsprung sollte reichen“

Sébastien Loeb konnte trotz Startposition eins den Vorsprung halten – dahinter kämpfen Hirvonen, Ogier und Petter Solberg um die Podestplätze.

Michael Noir Trawniczek

Auf der zweiten Durchfahrt der mit 29,3 Kilometern längsten Sonderprüfung der Sardinien-Rallye konnte Sébastien Ogier seine erste Bestzeit an diesem Wochenende erzielen, womit er im knappen Kampf um die Plätze zwei, drei und vier auf Platz drei vorrückte.

Auf der darauf folgenden 27,9 Kilometer langen SP „Monte Lermo“ war dann wieder Jari Matti Latvala am Zug, der führende Loeb konnte die zweitschnellste Zeit markieren.

Die letzte Bestzeit des zweiten Tages sicherte sich abermals Latvala, Mikko Hirvonen fuhr die zweitschnellste Zeit.

Am Ende des zweitens Tages, mit nur noch 66 Wertungskilometern am Sonntag, führt Loeb 28,3 Sekunden vor Hirvonen – der Franzose, der als „Staubsauger“ als erster Wagen auf die Prüfungen musste, wollte 20 Sekunden Vorsprung herausfahren, mit den 28,3 Sekunden zeigte er sich naturgemäß zufrieden.

Loeb zog eine positive Bilanz: „Es war ein großartiger Tag, aber auch ein harter Tag. Wir haben durch das Straßenfegen schon eine Menge Zeit verloren – aber 28 Sekunden sollten reichen.“

Hirvonen wollte sich aber noch nicht mit Platz zwei abfinden: „Ich werde es definitiv probieren, wir müssen es probieren. Doch Sébastien war heute wirklich schnell – aber wir alle müssen morgen Vollgas geben und man weiß nie, was passieren wird.“

Sébastien Ogier liegt als Dritter 6,3 Sekunden hinter Hirvonen zurück, Petter Solberg wiederum fehlen auf Platz vier nur 4,9 Sekunden auf Ogier.

Ob Ogier daran gedacht habe, sich für eine bessere Startposition hinter Solberg zurückfallen zu lassen? „Nein“, schüttelte er den Kopf. „Wir haben schon genug Zeit verloren, wir müssen jetzt Gas geben.“

Petter Solberg fehlen nur die erwähnten 4,9 Sekunden auf das Podium, der Citroen-Privatier erklärte: „Ich war zuerst schneller als Loeb, dann fiel ich zurück – aber ich glaube ich weiß warum und wir werden das morgen ändern.“

Mads Östberg beendete den zweiten Tag der Sardinien-Rallye auf einem einsamen fünften Platz – auf Solberg fehlt etwas mehr als eine Minute, von hinten droht keine Gefahr.

Denn Mini-Werkspilot Dani Sordo liegt auf Platz sechs rund 45 Sekunden hinter dem Stobart Ford-Piloten, während dem Siebten mehr als zwei Minuten auf Sordo fehlen. Der Tag sei gut gewesen, stammelte Sordo in seinem gebrochenen, schwer verständlichen Englisch. Irgendein Problem habe es gegeben, etwas mit dem Gaspedal, aber es sei alles okay – wie auch immer: Mini bleibt bei der Weltpremiere auf Punktekurs. Wenngleich der unter „Superally“ zurückgekehrte Kris Meeke erneut aufgeben musste.

Auf Platz sieben liegt der Führende der SWRC, Ford Fiesta S2000-Pilot Ott Tänak. Red Bull Skoda-Pilot Juho Hänninen liegt als Zweiter 48,6 Sekunden zurück. Der Finne konnte sich in der Gesamtwertung vor Teamchefsohn Matthew Wilson schieben, der nun Platz neun belegt.

Auf Platz zehn liegt der Dritte der SWRC, Martin Prokop auf einem weiteren Ford Fiesta S2000.

Die noch offenen 66 Wertungskilometer werden aufgeteilt auf vier Sonderprüfungen. Die letzte Prüfung, die 8,24 Kilometer kurze SP „Gallura“ wird als Powerstage abgehalten. Hier gibt es wieder zusätzliche WM-Punkte zu gewinnen.

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