RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Sardinien

Turbulenter Freitagmorgen auf Sardinien - Mini beeindruckt

Früher Ausfall von Latvala. Petter Solberg mit Bestzeit auf SP 1, dann rutscht er ab. Es führt Hirvonen vor Loeb und Mini-Pilot Meeke. Solberg/Minor auf Rang sechs.

Michael Noir Trawniczek

Die Sardinien-Rallye wurde gleich einmal spektakulär begonnen. Auf der 10,2 Kilometer langen SP 1 „Lago Omodeo“ wurde Ford-Werkspilot Jari Matti Latvala etwa drei Kilometer nach dem Start in einer Rechtskurve weit nach außen getragen, schlitterte in einen Graben und krachte gegen eine Steinwand.

Latvala erklärte: „Wir haben uns überschlagen. Mein Co-Pilot Mikka [Anttila, d. Red.] hat mir eine falsche Pace-Note vorgelesen – aber das ist ihm zum ersten Mal seit Jahren passiert. Wir können weiterfahren und haben nicht allzu viel Zeit verloren.“ Tatsächlich verlor der Finne etwas mehr als 25 Sekunden.

Die Bestzeit fuhr Citroen-Privatier Petter Solberg, drei Sekunden dahinter belegte Mikko Hirvonen im zweiten Werks-Ford Platz zwei, Stobart Ford-Pilot Per Gunnar Andersson ließ mit der drittschnellsten Zeit aufhorchen, nur eine Zehntelsekunde hinter ihm belegte sein Stallkollege Mads Östberg Platz vier. Mit Evgeny Novikov belegte der nächste Stobart-Pilot Platz fünf.

Einzig Henning Solberg und Ilka Minor respektive Matthew Wilson waren als Neunt- beziehungsweise Elftschnellste etwas weiter hinten zu finden.

Kris Meeke belegte im schnelleren der beiden Werks-Mini den siebten Platz, Dani Sordo fuhr die 13. Zeit.

SP 2: Petter Solberg fällt zurück

Auf der 21,3 Kilometer langen SP 2 „Monte Grighini Nord“ kam es zu weiteren Dramen. Allen voran war wieder Latvala betroffen, der mit einem Aufhängungsschaden, möglicherweise eine Folge des Unfalls, die Fahrt beenden musste.

Aber auch Petter Solberg war wieder einmal vom Pech verfolgt – wegen eines Problems mit der Boostpipe verlor der Norweger 39,1 Sekunden auf der Prüfung. Immerhin konnten Solberg und sein Beifahrer das Problem lösen.

Und auch Per Gunnar Andersson kam für einige Zeit, etwas mehr als 16 Minuten zum Erliegen, konnte dann aber die Fahrt fortsetzen.

Nach den ersten beiden Prüfungen führt Hirvonen exakt 10,5 Sekunden vor „Staubsauger“ Sébastien Loeb im Werks-Citroen.

Ein starkes Lebenszeichen gab das Mini-Werksteam: Kris Meeke konnte sich mit einer drittschnellsten Zeit auf SP 2 auf den dritten Gesamtrang katapultieren, sein Rückstand beträgt 15,2 Sekunden.

Knapp dahinter belegt Mads Östberg Rang vier, gefolgt von Sébastien Ogier im zweiten Werks-Citroen.

Mit 28 Sekunden Rückstand belegen Henning Solberg und Ilka Minor den guten sechsten Gesamtrang – nur zwei Sekunden hinter den beiden lauert Dani Sordo im zweiten Werks-Mini.

Auf Rang acht der abgerutschte Petter Solberg, Matthew Wilson und Denis Kuipers komplettieren die Top 10.

In der SWRC führte nach der ersten SP Ott Tänak knapp vor Nasser Al-Attiyah und Red Bull Skoda-Pilot Juho Hänninen. Sein Teamkollege Hermann Gassner junior rangiert auf Platz sieben.

Vor dem Mittagsservice sind noch zwei weitere Prüfungen zu absolvieren.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Sardinien

- special features -

Weitere Artikel:

Dacia und KTM haben in Saudi-Arabien gewonnen, aber wie sieht es in den anderen Kategorien aus? - Ein Überblick mit den Ergebnissen der deutschsprachigen Fahrer

Motorräder: Irres Dakar-Finale

Brabec verliert Sieg - Benavides triumphiert

Dakar-Thriller bis zur Ziellinie - Ricky Brabec verliert nach einem Navigationsfehler den sicher geglaubten Sieg - Luciano Benavides jubelt mit minimalem Vorsprung

Rallye Dakar 2026: Etappe 11

Lategans Traum vom Sieg platzt

Henk Lategan verliert in der elften Etappe mehr als eine Stunde - Mattias Ekström (Ford) holt Tagessieg - Nasser Al-Attiyah (Dacia) führt knapp vor Nani Roma (Ford)

Jännerrallye: Bericht Lengauer

Lengauer erkämpft trotz Pech Platz zwei

Jännerrallye-Seriensieger erstmals geschlagen. Michael Lengauer/Jürgen Rausch holen nach einem Reifenschaden noch Platz zwei. Erneut liefert der Lokalmatador im BRR Skoda Fabia RS Rally2 eine Spitzenleistung.