RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Argentinien-Rallye

Auch in Argentinien klappte es nicht

Reifenschaden und Elektrikdefekt: Miko Hirvonen rettet in Argentinien als Sechster einige WM-Punkte - Der WM-Titel rückt für den Finnen immer weiter in die Ferne

Nach mehr als einem Saisondrittel sieht es nicht danach aus, dass Mikko Hirvonen in die Fußstapfen von Sebastien Loeb steigen und für Citroen den WM-Titel erobern kann. Nach fünf Rallyes liegt Loeb auf dem zweiten Platz der WM-Wertung, obwohl er in Mexiko und in Portugal überhaupt nicht am Start war. Hirvonen hat elf Zähler weniger auf dem Konto als der amtierende Weltmeister. Besorgniserregender ist allerdings der Rückstand von 54 Zählern auf Volkswagen-Ass Sebastien Ogier.

Nach zwei zweiten Plätzen in Mexiko und Portugal gestaltete sich die Rallye Argentinien für Hirvonen wieder als schwierig. Er stand klar im Schatten seines Teamkollegen Loeb, der sich ein Duell mit Ogier lieferte und schließlich zum achten Mal in Argentinien gewann. Hirvonen wurde Sechster und sammelte in der Power-Stage noch einen Bonuspunkt. Dabei hatte die Rallye nicht so schlecht begonnen, denn der Finne war am Ende der ersten Etappe Dritter.

Der Donnerstag war von Regen und Nebel beeinflusst. Hirvonen nahm die weiche Reifenmischung mit und lag damit richtig. "Es ist sehr gut gelaufen, obwohl ich am Ende mit den Reifen etwas zu kämpfen hatte. Sie waren aber am Vormittag der entscheidende Faktor", so Hirvonen. Nach dem positiven Auftakt hatte er sich für Freitag viel vorgenommen: "Ich glaube, dass ich noch schneller fahren kann. Dafür muss ich aber sauberer fahren und darf das Auto nicht so stark rutschen lassen. Die Traktion muss besser werden."

Hirvonen entschied am Donnerstag WP3 für sich, doch dann wandte sich das Blatt am Freitag. Es sollte seine einzige Bestzeit bei dieser Rallye bleiben, denn es folgten große Schwierigkeiten. Am Nachmittag schleppte der Finne in WP8 seinen DS3 mit zerfetztem rechten Hinterreifen ins Ziel. Er war in einer Wasserdurchfahrt etwas von der Linie abgekommen und hatte einen Betonpflock leicht touchiert. In der nächste Sonderprüfung gab es mehr Drama: Hirvonen parkte den Citroen am Straßenrand.

Er stieg aus und telefonierte mit seinen Mechanikern. Es gab ein Problem an der Elektronik, die immer wieder den Vortrieb aussetzte. Da er nichts daran ändern konnte, fuhr Hirvonen mit diesem Schaden weiter. Der Zeitverlust betrug sechs Minuten. "Es war extrem enttäuschend. Ich wusste, dass an diesem Tag viele Dinge passieren würden, aber leider hat es bei uns nicht geklappt." Er war auf den sechsten Rang zurückgefallen. Nach vorne und hinten war die Lücke groß.

Deshalb stand am Samstag nur noch die Zielankunft im Vordergrund. "Es war ein schöner Tag mit etwas Sonnenschein. Es waren viele Fans hier und die Prüfungen waren toll", lobt Hirvonen die Szenerie. "Ich hatte viel Spaß. Mein Tempo war gut und das Auto war perfekt. Es war nicht zu schwierig, damit gute Zeiten zu setzen." In der Fahrer-WM sieht es für Citroen derzeit düster aus. Dafür ist man in der Marken-WM in Schlagdistanz zu Volkswagen. Lediglich 14 Punkte fehlen auf den Konkurrenten aus Wolfsburg.

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Argentinien-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Bei der LASERHERO Lavanttal-Rallye powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX in Wolfsberg sind viele Toppiloten, u.a. Michael Lengauer, nicht mehr dabei / Es führt Simon Wagner knapp vor Hermann Neubauer / Kärntner Talent Maximilian Lichtenegger auf Gesamtrang drei

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht Nothdurfter

Frühlingsstimmen

So wie bei der aktuellen Wetterlage zeichnet sich auch bei den Rallye-Aktivitäten von Alfons Nothdurfter eine deutliche Aufhellung ab. Der Ford Fiesta Proto läuft zwar noch nicht ganz perfekt, aber es waren deutliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Rallyes erkennbar.

TEC7 ORM, Lavanttal: Fotos Shakedown

Die besten Bilder vom Shakedown

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl liefert wieder die besten Bilder von der Lavanttal Rallye - hier die besten Fotos vom Shakedown.

TEC7 ORM3, Lavanttal Rallye: Bericht

Marcel Neulinger erneut das Maß der Dinge

Mit Marcels älterem Bruder Nico (Rang drei) standen gleich zwei Neulingers am Siegerpodest in Wolfsberg. Lukas Dirnberger hält sich mit Rang zwei im Titelrennen.

ARC, Lavanttal: Bericht Zellhofer

Zellhofer Gesamt-Sechster & ARCP-Sieg

Er verteidigt damit derzeitigen zweiten Platz in der ORM2-Staatsmeisterschaft - Superleistung auf Asphaltabschnitten, aber Pech bei Regen und auf Schotter

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.