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WRC: Portugal-Rallye

Kubica hat "viele Antworten erhalten"

Bei seiner ersten Schotter-Rallye war Robert Kubica schnell unterwegs, aber es gab auch Schwierigkeiten zu meistern - Seine Lernkurve war steil

Robert Kubica hat bei der Rallye Portugal die Höhen und Tiefen in der Weltmeisterschaft kennengelernt. Es war seine allererste Rallye auf Schotter und zudem sein erster Auftritt in der Weltmeisterschaft, wo die Prüfungen länger und schwieriger sind als in der EM und bei nationalen Läufen. Am Ende belegte der Pole mit seinem Citroen DS3 RRC den sechsten Platz in der WRC2 und holte in dieser Wertung seinen ersten WM-Punkt. Bereits am Wochenende davor nahm Kubica mit seinem Co-Piloten Maciek Baran am "Fafe-Sprint" teil.

Anschließend ging es in den Süden des Landes, wo Kubica in der Recce die Tücken der Prüfungen entdeckte: Die Straßen waren sehr technisch und es gab viele blinde Sprünge und Kurven. "Ohne Erfahrung ist es schwierig zu beurteilen, wie die Kuppen das Handling des Autos bei vollem Tempo beeinflussen, nachdem man sie sich nur in der Recce angesehen hat", meint der ehemalige Formel-1-Pilot. "Es gab so viele Sprünge und man darf es nicht vorsichtig angehen, denn sonst verliert man pro Kilometer schnell zwei bis drei Sekunden."

"Während der zweiten Schleife habe ich eine große Steigerung festgestellt und ich war von den guten Zeiten überrascht", sagt Kubica über die erste Etappe. Es lief aber nicht alles nach Plan, denn er hatte zwei Reifenschäden und konnte so die Schleife nicht beenden. Bisher hatte Kubica noch nie einen Reifenschaden im Rallye-Boliden, weshalb er nur einen Ersatzreifen mitnahm. Das kostete ihn am Ende, aber war Teil des Lernprozesses.

Am Samstag stand Kubica unter "Rallye2-Regel" wieder am Start, doch es wurde ein harter Tag. Die Hydraulik machte Schwierigkeiten und die für ihn speziell adaptierte halbautomatische Gangschaltung funktionierte nicht. Zudem musste der 28-Jährige ohne Handbremse fahren. Kurz vor dem Tagesende blieb sein Citroen erneut liegen. Der Sonntag verlief dann weitestgehend problemlos und es stand am Ende der sechste Platz in der WRC2-Wertung zu Buche.

"Diese zehn Tage in Portugal waren für mich eine nützliche Lernerfahrung", fasst er zusammen. "Generell war es recht positiv, obwohl ich zeitweise auch etwas Pech hatte. Für meine erste Schotter-Rallye habe ich ein gutes Tempo gezeigt, wenn ich keine Probleme hatte. Ich habe viele Antworten auf Fragen gefunden, die ich noch vor einigen Tagen hatte. Wenn ich in einigen Wochen zurückkehre, dann werde ich besser vorbereitet sein."

"Das ist eine gute Prophezeiung für den Rest der Saison." Kubicas nächster Einsatz findet am letzten April-Wochenende auf den Azoren im Rahmen der Rallye-EM statt. "Meine nächste WRC2-Rallye wird wahrscheinlich die Akropolis Rallye sein". Auf den Azoren wird ebenfalls auf Schotter gefahren.

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