RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Finnland-Rallye

Fehlerloser Latvala beendet Franzosen-Serie

Nachdem er noch wegen einem Intercom-Problem zittern musste, feierte Latvala einen tollen Heimsieg vor Ogier und Meeke. Solberg/Minor auf Platz neun.

Michael Noir Trawniczek

Am letzten Tag der Finnland-Rallye wurden die Nerven von Jari-Matti Latvala noch einmal auf den Prüfstand gestellt: Nach der Bestzeit auf der 7,1 Kilometer langen SP „Ruuhmäki“ stellten sich ausgerechnet auf der 23,1 Kilometer langen SP 25 „Myhinpää“ technische Probleme ein: „Ich habe die Ansage nur noch auf einem Ohr gehört - ich bin froh, dass wir es ins Ziel geschafft haben.“

Prompt konnte Sebastien Ogier die Bestzeit markieren und seinen Rückstand damit auf 3,7 Sekunden reduzieren. Auch wenn Ogier vor der abschließenden zweiten „Ruuhmäki“-Prüfung meinte, er sei mit Platz zwei zufrieden, durfte sich Latvala auf den letzten sieben Kilometern keinen Fehler erlauben.

Ganz Finnland zitterte mit „Papa Latvala“, der auf der letzten Prüfung den nötigen Mix aus Vorsicht und Speed finden musste. Doch der Volkswagen-Pilot ließ am Ende nichts mehr anbrennen, auch wenn er die Powerstage-Bestzeit um eine Zehntelsekunde an Ogier verloren hatte. Mit einem Vorsprung von 3,6 Sekunden konnte Latvala letztendlich seinen zweiten Heimsieg feiern und damit die vierjährige Dominanz der Franzosen in Finnland beenden…

Ein überglücklicher Jari-Matti Latvala erklärte im Ziel der letzten Prüfung: „Es war ein wirklich harter Job, diese Rallye zu gewinnen. Ich hatte von Anfang an ein fantastisches Gefühl, doch dann hätten uns die Probleme beinahe den Sieg gekostet. Ich habe so hart gekämpft, es war, als hätte ich in einem Krieg kämpfen müssen. Es war eine brillante Performance und ich bin wirklich überglücklich.“

Der zweitplatzierte Teamkollege, Weltmeister Ogier streute Latvala Rosen: „Es war ein großartiger Kampf gegen Jari-Matti – da er sich keinen Fehler geleistet hat, war für uns nur Platz zwei drinnen.“

Citroen-Pilot Kris Meeke konnte sich zwar über Platz drei freuen, meinte angesichts des Rückstands von rund 50 Sekunden jedoch selbst: „Wir sind immer noch nicht perfekt – und so lange das der Fall ist, werde ich weiter kämpfen.“

Andreas Mikkelsen belegte im dritten VW Polo WRC den vierten Platz, Mikko Hirvonen wurde als bester M-Sport-Pilot Fünfter, dahinter landeten Hyundai-Pilot Juho Hänninen, Elfyn Evans im zweiten M-Sport Ford sowie Hayden Paddon im zweiten Hyundai auf den Plätzen sechs bis acht.

Henning Solberg und seine österreichische Copilotin Ilka Minor beendeten die Rallye auf Platz neun, am Beginn der Veranstaltung wurden sie von Reifenschäden heimgesucht – Solberg hofft, bei der Frankreich-Rallye wieder in die WRC einsteigen zu können.

Mit Karl Kruuda landete der Sieger derWRC2 auf dem zehnten Platz.

Wolfram Doberer und seine finnische Copilotin Sanna Stemberger lagen nach SP 25 auf Gesamtrang 47, Wurmbrand Racing musste bekanntlich nach einem Unfall von Kornel Lukacs vorzeitig aufgeben.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Finnland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Jännerrallye: Bericht Knobloch

ORM2-Podium bei der "Jänner" für Knobloch

Das steirisch/oberösterreichische Duo Günther Knobloch und Erik Fürst erreichte im Clio Rally3 das im Vorfeld gesteckte Ziel – das ORM2-Podium bei Auftakt zur TEC7 ORM 2026 im Rahmen der „Jänner“.

Rallye Dakar 2026: 9. Etappe

Nani Roma erobert die Gesamtführung

Die Gesamtwertung drehte sich auf der neunten Etappe komplett - Das Ford-Duo Nani Roma und Carlos Sainz führt nun vor Dacia-Speerspitze Nasser Al-Attiyah

Nasser Al-Attiyah gewinnt die zwölfte Etappe und steht vor dem Gesamtsieg - Duell Ekström gegen Loeb um Platz drei - Ricky Brabec führt bei den Motorrädern

Jännerrallye: Bericht RRA

Race Rent Austria auf dem Klassenpodium

Von acht gestarteten Race Rent Austria Teams sahen bei einer schwierigen Jännerrallye vier die Zielrampe. Der bestplatzierte Gerald Bachler lag auf Platz zwei der Klasse 8, als er durch Fahrfehler ausfiel - so sprang Alexander Baumgartner in die Presche und belegte den dritten Klassenrang.

Rallye Dakar 2026: Etappe 8

Al-Attiyah behauptet Führung

Saood Variawa (Toyota) erobert Etappensieg knapp vor Henk Lategan (Toyota) - Nasser Al-Attiyah (Dacia) verteidigt Führung, aber Verfolger kommen näher