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WRC: Argentinien-Rallye

Worst Case: Ein Raunzer als Seriensieger….

Sebastien Ogier schadet der WRC mit Seriensiegen – wird er jedoch Zweiter, richtet er noch mehr Schaden an. Der Raunzer hält die WRC in Geiselhaft.

Kommentar von Michael Noir Trawniczek

Die Weltmeisterschaft würde zu einem Witz verkommen, weil ER zu 80 Prozent als Erster auf die Strecke müsse, jammert Serienweltmeister Sebastien Ogier, nachdem er in Argentinien nicht gewinnen konnte. Gegenüber Autosport fügt er hinzu: "Es langweilt mich so sehr, darüber zu sprechen. Ich will einfach nach Hause fahren und über etwas anders nachdenken.“ Eine gute Idee! Künftig einfach zu Hause bleiben und nicht mehr mit dem immer gleichen weinerlichen Gewäsch nerven…

„Wo bleibt der Sport?“, fragt Ogier in dem peinlichen Interview. Genau das könnte man ihn selbst fragen. Wo bleibt der Sport, wenn einer im überlegenen Auto eines Konzernrennstalls alles in Grund und Boden fährt? Ein Team, das aus dem Vollen schöpft, bereits im Vorjahr den 2017er-Boliden getestet hat und damit auch künftig die Nase vorne haben wird. Wo bleibt der Sport, wenn einer wie Ogier von Citroen als Loeb-Nachfolger hochgezüchtet wurde und er so viele Kilometer im Rallyeauto abgespult hat wie sonst kaum einer?

"Natürlich kann ich wieder Meister werden, aber wir verdienen mehr als das. Es ist völlig unfair und nicht gut für die Meisterschaft, dass ich zu 80 Prozent als Erster auf die Straße gehen muss.“

Womit hat sich Ogier mehr verdient, als jedes Jahr Weltmeister zu werden? Weil er ein dermaßen großartiges Aushängeschild für den Rallyesport ist? Weil er nach jeder Rallye (und das sind nicht viele), die er nicht als Sieger abschließen kann den gesamten Sport als langweilig bezeichnet? Derzeit führt Ogier die Tabelle mit 95 Punkten an, Hayden Paddon hält bei 57 Punkten!

Die Rallyes seien für ihn langweilig, jammert Ogier. Jene Rallyes also, wo er als WM-Leader zusätzlich Gas geben muss, um sich trotz „Straßenfegernachteil“ durchzusetzen, sind für ihn langweilig - dafür sind offenbar jene Rallyes für ihn superspannend, wo er vom ersten Meter an Kreise um die Konkurrenz zieht. Ein „großartiger Sportler“ also, der die Herausforderung liebt (Achtung Zynismus)…

Als denkendes Mitglied der WRC-Gemeinde scheint Ogier nicht mitzubekommen, dass seine Serientitel längst dafür gesorgt haben, dass in den Tagesmedien andere Rennserien mit einem ausgeglichenen Kräfteverhältnis bevorzugt werden, die MotoGP beispielsweise ist eine solche Serie.

Jede Rennserie leidet unter einem immer gleichen Sieger – was hat die Formel 1 nicht alles versucht, um mit neuen Qualifying-Formaten, neuen Punktesystemen und weiteren Änderungen die Schumacher/Ferrari-Vorherrschaft zu brechen.

Schließlich darf man nicht vergessen, dass Ogier quasi das Zepter von seinem Namensvetter Loeb übernommen hat, der zuvor ein ganzes Jahrzehnt für seine One Man-Show beansprucht hat.

Das Standing der Weltmeisterschaft ist Sebastien Ogier völlig egal. Er will siegen, siegen, siegen. Er spricht von Fairness – zugleich ist es ihm völlig egal, ob andere Teams weitaus weniger Budget zur Verfügung haben. Es kann ihm auch egal sein. Schließlich gibt es ein Reglement und wer das am besten nützt, ist der Sieger – es können ja auch andere so viel Budget investieren. Stimmt alles – aber auch in der Startreihenfolge gilt: Es gibt ein Reglement und dieses ist zu respektieren.

Jarmo Mahonen, Präsident der FIA-Rallyekommission, widerspricht der Auffassung des Franzosen, wonach die aktuellen Regeln dem Sport schaden würden: „Schau dir doch nur den letzten Tag in Argentinien an, das war ein aufregender Sonntag.“

Am Ende haben wenige Sekunden entschieden – wäre Ogier vorne gelegen, hätte er kein Wort über die schlechte Regel verloren und sich stattdessen als großartigen Superman präsentiert. Die ganze Welt hat sich gefreut über das Sekundenduell – doch der Serienchampion musste wieder einmal die gesamte WRC entwerten.

Es ist bei Sebastien Ogier eigentlich egal, ob er gewinnt oder Zweiter wird – er ist immer unsympathisch. Die Weltmeisterschaft hat einen besseren Serien-Champion als diesen jämmerlichen Raunzer verdient. Volkswagen Motorsport sollte Hayden Paddon ins Team holen und als gleichberechtigten Fahrer behandeln. Das wäre dann wohl alles andere als langweilig…

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