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WRC: Argentinien-Rallye

Flussdurchfahrten: Wasser marsch, Klappe zu!

Mit speziellen Vorrichtungen wappnen sich die WRC-Autos gegen die zahlreichen Wasserdurchfahrten bei der Argentinien-Rallye.

Gezählt hat sie keiner so genau, Schätzungen schwanken zwischen 50 und 75. Wasserdurchfahrten sind ein charakteristisches Merkmal der Rallye Argentinien. Durch die Regenfälle der letzten Zeit sind sie noch tückischer geworden. An einigen Stellen müssen sich die Teams durch 50 Meter lange Mini-Seen kämpfen. Eine ernst zu nehmende Gefahr für die Technik. Wenn ein Rallye-Auto mit Tempo 120 ins Wasser eintaucht, entwickeln auch zehn Zentimeter Wassertiefe die Kraft eines Dampfstrahlers. Dabei können Kühler oder Karosserie beschädigt werden, vor allem Kotflügel und Frontschürzen.

Bei den meisten Wasserlöchern muss zusätzlich der Motor vor eindringendem Wasser geschützt werden. Im Polo R WRC ist dafür der Beifahrer verantwortlich. Sie müssen im richtigen Moment einen Fußschalter betätigen, um mit einer Klappe die Öffnung des Luftfilters zu schließen. Außerdem schalten sie den Scheibenwischer ein. "Die entsprechende Warnung steht im Aufschrieb", beschreibt Miikka Anttila, Beifahrer von Volkswagen-Werkspilot Jari-Matti Latvala. Sein Pilot teilt die Wasserdurchfahrten in mehrere Kategorien ein. "Für mich ist wichtig zu wissen, ob ich vorher bremsen muss, oder ohne zu lupfen durchfahren kann", sagt der Finne.

Überraschungen sind trotz sorgfältigster Untersuchung während des Trainings drin. Wenn in einer Senke mehr Wasser steht als erwartet, sind aber nicht immer weitere Regenfälle schuld. Manchmal sind auch die Zuschauer verantwortlich - sie bauen gerne kleine Dämme, um den Wasserpegel und damit die Show zu steigern.

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