RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Argentinien-Rallye

Ogier: „Mehr Glück als woanders“

In Argentinien konnte der Weltmeister noch nie gewinnen, doch nach dem Shakedown gibt sich der VW-Pilot optimistisch - Ergebnis des Shakedowns.

Foto: VW

Die Argentinien-Rallye gehört nicht gerade zu seinen Favoriten. Daraus macht Sebastien Ogier kein Geheimnis. "Die Wertungsprüfungen sind vor allem im jeweils zweiten Durchgang härter als bei jeder anderen Rallye", sagt der Volkswagen-Pilot nach dem Shakedown, dem letzten Funktionstest vor dem Start. Die Pisten sind meist sehr weich. Dadurch bilden sich schon nach wenigen Autos tiefe Spurrillen und große Steine ragen aus dem Boden heraus. Die Regenfälle der letzten Wochen haben viele Streckenabschnitte zusätzlich ausgewaschen.

"Du kannst hier nicht jede Sekunde voll attackieren. Das hält kein Auto aus", ergänzt Ogier. Stattdessen sei entscheidend, die richtige Balance aus Risiko und Materialschonung zu finden. Nicht die Paradedisziplin von Ogier, der lieber vom ersten bis zum letzten Meter am Limit fährt. "Bei der Argentinien-Rallye brauchst du außerdem mehr Glück als woanders. Die harten Pisten verursachen eigentlich immer kleinere technische Probleme. Du kannst nur hoffen, dass kein großes daraus wird."

Schon beim Shakedown wurde die Piste mit zunehmender Nutzung immer rauer. "Insofern war es eine gute Vorbereitung auf die Rallye", bemerkt Jari-Matti Latvala, der als Schnellster des Volkswagen-Trios die zweitschnellste Zeit nach Hayden Paddon (Hyundai) fuhr. Ogier wurde Dritter, Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC belegte Rang fünf. Alle Toppiloten beschränkten sich auf die vorgeschriebenen drei Durchgänge.

Latvala konnte die Argentinien-Rallye bereits einmal gewinnen, 2014 für Volkswagen. "Dieses Jahr sind einige Wertungsprüfungen neu", berichtet der Finne. "Sie sind durchweg sehr schnell, manchmal geht es kilometerweit im sechsten Gang dahin. Das kommt mir entgegen." Latvala profitiert ohnehin von seiner Startposition. Er geht zur ersten Etappe als Sechster auf die Strecke, hat also fünf Straßenfeger vor sich.

Ganz vorne übernimmt Tabellenführer Ogier unfreiwillig diese ungeliebte Rolle. "Während des Trainings hat es noch geregnet. Bei diesen Bedingungen hätte ich Siegchancen gehabt", blickt er auf den Anfang der Woche zurück. "Aber jetzt sieht es so aus, als würde es Freitag und Samstag trocken bleiben. Dann wird es für mich sehr schwierig."

Zeiten Shakedown Argentinien-Rallye (Top 10):
01. Hayden Paddon (Hyundai) - 4:02.9 Minuten
02. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) +1,3 Sekunden
03. Sebastien Ogier (Volkswagen) +2,0
04. Dani Sordo (Hyundai) +3,0
05. Andreas Mikkelsen (Volkswagen) +3,9
06. Thierry Neuville (Hyundai) +4,7
07. Ott Tänak (Ford) +5,1
08. Mads Östberg (Ford) +6,4
09. Marcos Sebastian Ligato (Citroen) +9,7
10. Henning Solberg (Ford) +10,6

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Argentinien-Rallye

Weitere Artikel:

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

WRC Kroatien: Bericht K4 Rally Team

Tabellenführung im WRC Masters Cup zurückerobert!

Mit einem klaren Sieg im WRC Masters Cup konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der WM-Rallye in Kroatien die Tabellenführung zurückerobern. Schon in zwei Wochen soll ein weiterer Masters-Sieg eingefahren werden. Johannes ist top motiviert: „Auf Gran Canaria volle Attacke!“

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

Ob in ERC3 oder ERC4, im WRC Masters Cup, in der CZ-Meisterschaft, in der EHRC, im Mitropa oder Alpe Adria Cup - überall sind Teams aus Österreich ganz vorn dabei…

Simon Wagner @ Rally Sumava Klatovy

„Technikteufel“ schlug gleich zweimal zu

Vibrationen am Freitag, kaputter Kühler und Aufgabe am Samstag - Simon Wagner beim tschechischen Auftakt im Technikpech. Aber: Sieg auf der zweiten Etappe als Speed-Bestätigung.

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht

Gerolf Schuller ist der neue ARC-Leader!

Bei der selektiven, turbulenten Lavanttal Rallye konnte der 53-jährige Quereinsteiger Gerolf Schuller die ARC-Führung übernehmen. Dahinter lauern Jungpilot Jan Dolzer und Christian Rosner im historischen Porsche.