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WRC: Argentinien-Rallye

Paddon triumphiert in Argentinien

Hyundai-Pilot Hayden Paddon hält dem Druck von Weltmeister Ogier stand und gewinnt die Argentinien-Rallye - Erster WM-Sieg für den Neuseeländer. Solberg/Minor werden Neunte.

Der erste neuseeländische Sieger einer WRC-Rallye heißt Hayden Paddon. In einem spannenden Showdown widersteht der Hyundai-Fahrer den Druck, den Weltmeister Sebastien Ogier auf ihn noch einmal ausüben konnte. Der Abstand war von 29,8 Sekunden am Samstag zwischenzeitlich schon auf 2,6 geschrumpft, betrug am Ende aber 14,3 Sekunden. Ogiers Werkskollege Andreas Mikkelsen landet auf dem dritten Platz (+1:05.2), während Jari-Matti Latvala nach seinem Crash am Samstag, der ihn die Führung gekostete hatte, erneut liegen blieb.

"Ich habe keine Worte", sagt der überglückliche Paddon nach seinem Sieg. "Ich habe einfach alles gegeben. Ich kann es nicht glauben. Ein großes Dankeschön an alle, die mich von Neuseeland aus unterstützt haben. Ich habe mich drei Wochen lang auf diese Prüfung vorbereitet. Diese engen, verschlungenen Passagen haben mir sonst nie gut gelegen. Ich habe nicht daran geglaubt, dass wir eine Chance haben. Mit diesem Auto können wir noch viel mehr gewinnen."

Motorenaussetzer bei seinem Hyundai i20 WRC haben den Zweikampf an der Spitze noch einmal spannend gemacht. 2,6 Sekunden lauerte Ogier hinter Paddon vor der Powerstage. Nach der ersten Sonntagprüfung unter widrigen, nebligen Bedingungen hatte Paddon von Problemen am Auto berichtet und sah seine Felle bereits wegschwimmen. Dann schlug er überraschend zurück und holte noch einmal 11,2 Sekunden heraus.




Ogier, der nun noch länger auf einen Sieg in Argentinien warten muss, war hingegen schon beim Aussteigen sicher, dass seine beeindruckende Aufholjagd keine Früchte tragen würde. "Es war sehr holprig und ich konnte nicht bis ans Limit gehen", so der Franzose, der sich immerhin Mikkelsen mit einem Vorsprung von 50,9 Sekunden fern halten konnte. "Ich bin glücklich mit dem dritten Platz", sagt dieser. "Nach Mexiko musste ich hier ins Ziel kommen."

Das gelang dem Volkswagen-Kollegen Latvala nach seinem dramatischen Führungsverlust gestern nicht. Einen Vorteil von 14,5 Sekunden hatte dieser vor Paddon, bevor es ihn in der 14. Prüfung aushebelte. Seine Mechaniker bekamen den Polo R WRC danach wieder startklar. Doch auf der Powerstage bleib er erneut liegen.

Hinter dem Führungstrio reihte sich Daniel Sordo ein (+1:17.1). Der Spanier war zum Auftakt noch gleichauf mit Ogier und hielt mit einer soliden Leistung den Anschluss. Mads Ostberg geht auf Rang fünf (+4:56.7) nach Hause. Der M-Sport-Fahrer war von vorneherein mit einer No-Risks-Einstellung in die Rallye gestartet und bekam auch von hinten kein Druck.

Spannender Kampf um Platz sechs

Dafür versprach der Kampf um Platz sechs ein spannender zu werden. Der Dreikampf wurde zwischen Thierry Neuville, Hennig Solberg und Lokalheld Marcos Ligato ausgetragen.Und Neuville setzte sich durch (+9:29.5). Damit macht er einen desaströsen Freitag wieder gut, der ihn mit einem Elektonik-Problem weit zurück geworfen hatte. Ligato wurde Siebter (+9:39.2), Eric Camilli Achter (+10:16.0) und Hennig Solberg schließlich nur Neunter (+10:48.5).

Die Top 10 rundete Nicholas Fuchs ab, der in der WRC2-Wertung als Sieger hervor ging, nachdem sich Abdulaziz Al-Kuwari in der Prüfung zuvor überschlagen hatte.

In die fünfte Rallye der Saison, vom 20. - 22. Mai in Portugal, geht Ogier nun weiterhin als Gesamtführender mit 96 Punkten, gefolgt von Paddon auf Rang zwei (57) und Ostberg auf dem dritten Platz (52). Volkswagen hat bisher insgesamt 117 WM-Zähler gesammelt. Mit 81 Punkten sind ihnen Hyundai noch auf den Fersen, gefolgt von M-Sport mit 62 Punkten.

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