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Rallye-WM: Interview

Tänak nicht bereit, um WM zu kämpfen

Ott Tänak gibt zu, dass ihm der erste WM-Laufsieg heuer wichtiger war als das Championat; den Titel will der Este mit Toyota holen.

Vom ewigen Talent zum Siegfahrer und potenziellen Meisterschaftsanwärter: Ott Tänak hat in der Rallye-WM 2017 eine äußerst positive Entwicklung vollzogen. Zweifel an seinen Fähigkeiten, die ihn über einige Jahre begleitet haben, sind nach zwei Siegen und WM-Endrang drei verflogen. Mit seinen Erfolgen wuchs auch das Selbstvertrauen des einst so wortkargen Esten.

"Es ist kein Geheimnis, dass wir um die Weltmeisterschaft kämpfen wollen", formulierte er nach Platz zwei beim Saisonfinale in Australien selbstbewusst seine Ziele für das kommende Jahr. "Wir waren in diesem Jahr nahe dran, daher wüsste ich nicht, warum wir es in Zukunft nicht schaffen könnten", so der Este. "Wir wechseln zwar das Team, aber Toyota hat gezeigt, dass es auch gewinnen kann."

Mit WM-Rang drei und sieben Podiumsresultaten bei 13 Rallyes hat Tänak in dieser Saison erstmals gezeigt, dass er konstant an der Spitze der Rallye-WM fahren kann, obwohl das zu Beginn der Saison nicht einmal sein primäres Ziel war. "Vielleicht war unsere Einstellung nicht die richtige, um um die Meisterschaft zu kämpfen", gab Tänak zu. "Zu Saisonbeginn fehlte mir noch der erste Sieg, daher habe ich mich mehr darauf konzentriert, Rallyes zu gewinnen als Punkte zu sammeln", so der Este.

Dieses Ziel hat er im Juni auf Sardinien erreicht, später folgte noch ein zweiter WM-Laufsieg bei der Deutschland-Rallye; zuvor war sein größter Erfolg der 2014 im R5-Auto gewonnene EM-Lauf in seiner Heimat. Über die diesjährige Saison sagte er: "Gegen Ende waren wir zwar in der Lage, Séb [Ogier; Anm.] unter Druck zu setzen, aber insgesamt waren wir noch nicht bereit, um die Meisterschaft zu kämpfen. Bei der 'Monte' hatten wir noch eine andere Einstellung und andere Ziele. Wir müssen unsere Herangehensweise ändern."

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