RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

M-Sport kämpft mit großem Budgetloch

Der Abschied von Sébastien Ogier hat bei M-Sport eine große Lücke hinterlassen. Nun muss man die Teamfinanzen in den Griff bekommen.

Sébastien Ogier war für M-Sport nicht nur ein Garant für Erfolg, sondern auch für den Geldfluss in die Teamkasse. Der sechsmalige Rallyeweltmeister hat sich gegen ein Angebot von Malcom Wilson entschieden und ist zu Citroën gewechselt. Das Ford-Team steht nun vor finanziellen Problemen, auch weil der Absatz von Rallyefahrzeugen an Private nicht so läuft wie geplant.

Die Briten haben bereits reagiert und Rich Millener zum Teamchef ernannt. Wilson hingegen wolle sich um die finanzielle Situation der Firma kümmern. "Es ist kein Geheimnis, ich muss mich auf das Geschäft konzentrieren, um ein Fundament für die Zukunft zu legen", sagte Wilson. "Es wäre nicht fair zu sagen, dass Ogier die finanziellen Pläne von M-Sport vernichtet hat; er hat aber nicht sehr geholfen."

Das größte Problem sei, dass M-Sport keine Rallyeboliden verkauft hat. In der Geschichte des Teams sei es üblich gewesen, pro Jahr bis zu 14 Autos zu veräußern. "Ich dachte, wir würden diesen Trend fortsetzen. In den vergangenen zwei Jahren haben wir zwei Autos verkauft", so Wilson. Außerdem würde auch der Absatz des Fiesta R5 stocken, dessen neuestes Modell heuer auf den Markt kommen soll.

Es gibt jedoch bereits Verzögerungen, weshalb mit der neuen Version erst Mitte des Jahres gerechnet wird. "Der Prozess der Homologierung dauert lange, und wir haben mehr technische Ressourcen ins Auto gesteckt als jemals zuvor. Wir wollen, dass das Auto von Anfang an siegfähig ist", erklärte der M-Sport-Boss.

In der Rallye-WM 2019 setzt M-Sport auf Elfyn Evans und Teemu Suninen, zudem wird Pontus Tidemand bei den ersten beiden Rallyes dabei sein. Für 2020 möchte Wilson die Finanzen so stabilisieren, dass das Team einen starken Fahrerkader verpflichten kann. "Wir hoffen, dass Elfyn und Teemu die Richtigen sind. Falls das nicht klappt, möchte ich genügend Ressourcen für einen Fahrer wie Ott Tänak haben. Wir wollen wieder um Titel kämpfen." Deshalb würde auch in keinster Weise am Fiesta WRC gespart, stellte der M-Sport-Geschäftsführer klar.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

Peter Klein Kolumne

Erfolg ist nicht endgültig

In seinem jüngsten Kommentar zeigt sich ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein verärgert über die Darbietung von Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der Rallye Finnland…

WRC Finnland 2026: Bericht

Nächster Pajari-Sieg nach Ogier-Drama

Zweiter WRC-Sieg in Folge für Sami Pajari: Der Toyota-Pilot gewinnt seine Heimrallye, nachdem Sebastien Ogier auf dramatische Weise ausscheidet. Keferböck/Minor auf Platz 2 der WRC Masters.

WRC, Finnland: Vorschau K4

Grüne Energie geht an den Start

Ein Spezialist für nachhaltige Energielösungen begleitet bei der Finnland Rallye das österreichische K4 Rally Team rund um Johannes Keferböck und Ilka Minor, das den WRC Masters Cup der Rallye-Weltmeisterschaft anführt.

ARC, Mühlstein Rallye: Vor Nennschluss

Mühlstein Rallye vor Nennschluss: Noch ein Sponsor an Bord!

Mit der Firma Baumentor hat die SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor (7. & 8. August) einen weiteren Sponsor an Bord holen können. Die Nennliste der Rallye ist bereits gut gefüllt...

Mit neuen Investoren, einem CEO aus der Formel 1 und dem WRC27-Reglement stellt die FIA die Weichen für die Zukunft des Rallyesports

In der nationalen Historischen Staatsmeisterschaft bzw. HRM Classics sind prinzipiell alle Teilnehmer der FIA EHRC (mit den Superstars Jari-Matti Latvala und Francois Delecour) punkteberechtigt. Die einheimischen historischen Piloten tragen prominente Namen und sind auch in der EHRC vertreten durch den fünffachen Europameister Karl Wagner..