RALLYE

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Fehler kostete Grönholm die Führung

Grönholm liegt 25 Sekunden hinter dem Weltmeister, dahinter Hirvonen und Atkinson. Stohl auf Rang 5 abgerutscht, aber in Schlagdistanz.

Michael Noir Trawniczek

Die zweite Etappe der Japan-Rallye brachte den Umsturz - am Vormittag, in den ersten Wertungsprüfungen, machte Sébastien Loeb immer mehr Boden auf den bis dahin führenden Marcus Grönholm gut.

Als sich der finnische Ford-Werksfahrer auch noch drehte, schnappte Loeb zu. Fortan, nach dem Mittagsservice, gab der WM-Leader die Führung nicht mehr ab, wenngleich auch Grönholm weiter puschen konnte. Grönholm konnte mit fünf SP-Bestzeiten sogar öfter die schnellste Zeit markieren als Loeb, der nur vier der neun "regulären" Wertungsprüfungen als Schnellster beendete.

Nach den "regulären" neun Wertungsprüfungen der zweiten Etappe führte Loeb mit einem Vorsprung von 25 Sekunden. Bei den abschließenden Obihiro-Duellen zwischen den beiden Superstars gewann jeweils Loeb mit knappem Vorsprung, sodass der Abstand zwischen den beiden nun 25,6 Sekunden beträgt.

Grönholm hofft auf Loeb-Fehler...

Obwohl diese 25,6 Sekunden am Sonntagvormittag, bei den noch ausstehenden fünf "echten" Wertungsprüfungen - insgesamt noch 94 Wertungskilometer - durchaus noch gutzumachen wären, hält sich die Zuversicht des Marcus Grönholm in Grenzen: "Ich denke, nach meinem Fehler ist es jetzt um einiges schwerer geworden, ihn noch einzuholen. Aber ich erhalte den Druck aufrecht und warte darauf, dass Séb ein Fehler unterläuft."

Über eine Minute zurück liegt Mikko Hirvonen auf dem dritten Rang. Von hinten droht dem Finnen keine Gefahr - Subaru-Pilot Chris Atkinson weist 2.40 Minuten Rückstand auf den zweiten Ford-Piloten auf.

Stohl Fünfter, aber in Schlagdistanz

Manfred Stohl konnte seinen vierten Rang nicht halten, schon am Vormittag zog Atkinson vorbei. Stohl wunderte sich: "Chris puscht wie verrückt. Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen. Man ist hier schneller draußen, als man denken kann." "Stohlito" blieb jedoch auf Schlagdistanz zu dem Subaru-Werksfahrer, liegt nur 16,4 Sekunden hinter ihm. Von hinten sollte keine Gefahr mehr drohen - dem Sechsten, Junioren-Weltmeister Dani Sordo im zweiten Kronos-Xsara, fehlen auf Stohl rund 45 Sekunden.

Eine Aufholjagd startete Petter Solberg im zweiten Subaru - der gestern noch hinter dem dritten Subaru-Werkspiloten, Toshi Arai, Rang acht belegt hatte. Solberg überholte Arai und zoomte sich bis auf 6,1 Sekunden an Sordo heran.

Verletzter Fotograf

Der Lokalmatador und bestplatzierte Japaner Arai traf am Nachmittag mit seinem Werks-Subaru einen Stein, wurde zur Seite geschleudert und traf dabei einen japanischen Fotografen, der bei dem Unfall Beinverletzungen erlitt. Der Fotograf sandte Arai daraufhin eine Message, er solle die Rallye unbedingt fortsetzen. Arai belegt einen einsamen achten Rang - auf seine direkten Vorder- und Hintermänner weist er etwas mehr als eine Minute Abstand auf.

Auf den Rängen 9 und 10 liegen die beiden M-Sport Ford-Piloten Luis-Perez Companc (erstmals im neuen Ford Focus RS WRC 2006) und Garreth MacHale im älteren Auto. Companc überraschte in der zweiten Obihiro-Session mit der viertschnellsten Zeit, nur neun Zehntelsekunden langsamer als Weltmeister Loeb.

Morgen Sonntag wird um 7.19 Uhr Ortszeit (1.19 Uhr MEZ) die rund acht Kilometer lange Wertungsprüfung Rera Kamuy in Angriff genommen. Danach folgen noch weitere vier "reguläre" Prüfungen und die finale Superspecial.

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