RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Portugal-Rallye

„Ich muss mich rückbesinnen“

Wieder hatte Robert Kubica gleich zwei Unfälle in nur einer Rallye – das nagt am Selbstvertrauen des polnischen Quereinsteigers…

Foto: Kubica@facebook

Die Rallye Portugal war nicht der erhoffte Aufschwung für Robert Kubica. Stattdessen setzte sich die Unfallserie fort. Der ehemalige Formel-1-Fahrer flog zweimal von der Strecke und musste schließlich die Segel streichen. Es waren jeweils Kleinigkeiten, aber entscheidende Fehler, die Kubica aus der Bahn warfen. Zunächst schnitt der Pole in WP vier eine Rechtskurve, erwischte einen Baum und beschädigte dabei die Radaufhängung. Die M-Sport-Mechaniker reparierten den Ford Fiesta RS WRC und Kubica stand am Samstag nach Rallye2-Reglement wieder an der Startlinie.

Es ging aber auch diesmal schief. In WP9 war der 29-Jährige über eine Kuppe zu schnell und kam von der Straße ab. Da an dieser Stelle keine Zuschauer standen, waren Kubica und sein Co-Pilot Maciej Szczepaniak auf sich alleine gestellt. Bei den Bemühungen, den Fiesta wieder flott zu bekommen, verrauchte die Kupplung und es traten Schäden bei den Antriebswellen auf. Das bedeutete den endgültigen Ausfall.

"Es war ein kurzer und harter Tag", blickt Kubica auf den Samstag zurück. "Zu Beginn bin ich ein beständiges Tempo gefahren, aber trotzdem ist mir ein Fehler unterlaufen. Als ich über eine Kuppe in eine Kurve gefahren bin, war ich überzeugt, dass es schneller gehen würde. Ich dachte, es war eine 'Fünf', aber im Aufschrieb war es als 'Drei' vermerkt. Wir fuhren viel zu schnell, obwohl ich einige Kilometer vorher das Tempo reduziert hatte, weil es in den Rechtskurven Untersteuern gab."

"Trotzdem waren wir in diesem Abschnitt zu schnell." In allen fünf Starts in WRC-Boliden gab es Unfälle. In Wales crashte der Pole den Citroen gleich zweimal. Bei der Rallye Monte Carlo rutschte er auf feuchter Fahrbahn von der Strecke und blieb mit dem Ford im Graben eines Baches liegen. Bei der Winterrallye in Schweden flog Kubica gleich dreimal von der Straße. Zuletzt in Mexiko legte der ehemalige Formel-1-Pilot den Fiesta gleich zweimal aufs Dach.

Nun kamen die nächsten beiden Unfälle hinzu. Im Schnitt gibt es pro Rallye zwei Unfälle. Das nagt an Kubica. "Ich gehe derzeit durch eine schwierige Phase, obwohl ich schon schlimmere Zeiten hatte. Ich glaube, ich muss mich rückbesinnen und die Rallyes so angehen, wie ich es ganz zu Beginn vor zwölf Monaten gemacht habe. Ich hoffe, dass wir in Argentinien eine viel bessere Rallye haben werden." Nun hat er ein Monat Zeit nachzudenken, bis in Südamerika die nächste Rallye auf dem Programm steht.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Portugal-Rallye

Weitere Artikel:

Ogier nach Pechsträhne in Portugal

"Schwer zu akzeptieren"

Sebastien Ogier trauert dem sicher geglaubten Sieg bei der WRC-Rallye in Portugal hinterher - Dennoch sieht er auch viel Positives

AARC, Vipavska Dolina: Bericht

Ungarische Festspiele in Slowenien!

24 Teams von AARC & AART waren angesagt, doch leider mussten der AARC-Vorjahrsieger Niki Schelle und auch die Italiener Cepek/Colja aus gesundheitlichen Gründen ihren Start absagen

ERC4/JERC, Skandinavien: Vorschau Neulinger

Start in das Abenteuer Junior ERC

Mit der Royal Rally of Scandinavia startet die Junioren Rallye-Europameisterschaft von 22. bis 24. Mai in Schweden in die Saison 2026. Mit dabei: Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger!

Claire Schönborn startet in der ERC und im ADAC Opel GSE Rally Cup. Internationales Doppelprogramm: zwölf Rallyes, alle powered by Opel. Einsatzteam ist Stohl Racing aus Österreich.