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WRC: Spanien-Rallye

Dusty Spain

Nach der vierten SP der Spanien-Rallye führt Sebastien Ogier im Polo WRC vor Thierry Neuville (Hyundai) und Mads Östberg (Citroen).

Michael Hintermayer

Die ersten drei Prüfungen des heutigen Tages der Spanien-Rallye brachten einige Überraschungen. Fast alle WRC-Piloten setzten aufgrund der steigenden Tempeaturen auf harte Reifen. Lediglich Hyundai-Pilot Hayden Paddon traut sich, zwei weiche Pneus einzupacken. Paddon gelang daraufhin sein erster SP-Sieg auf der 25,69 Kilometer langen SP "Peselles1". „Weihnachten ist dieses Jahr ziemlich früh", freut sich der Hyundai-Pilot. „John (Kennard, Beifahrer; Anm. d. Red.) sagte mir, ich sollte dem Aufschrieb vertrauen, und das hat sich ausgezahlt." Doch schon auf der nächsten SP musste der Neuseeländer anhalten um einen platten Reifen zu wechseln.

Kris Meeke erlebte auf der SP2 einen „Big-Moment“: „Ich muss ein Wörtchen mit dem Hubschrauber-Piloten reden. Er ist dicht vor mir und ziemlich tief geflogen und hat dadurch viel Staub aufgewirbelt, ich konnte kaum etwas sehen. Wir brauchen die TV-Übertragungen aber das darf nicht auf Kosten der Sicherheit der Teilnehmer gehen." Doch schon in der nächsten Prüfung war die Fahrt für Meeke zu Ende. Zwei platte Reifen verhindern eine Weiterfahrt des Citroen-Piloten.

Wie schon im vergangenen Jahr wird in der Luft hängender Staub zu einem großen Problem. "Ich konnte nichts sehen, als ob ich in eine Wand fahren würde. Es ist wirklich gefährlich", klagt Andreas Mikkelsen, der auf der dritten SP 7 Sekunden auf Sebastien Ogier verliert. Startposition eins ist diesmal offenbar doch kein so großer Nachteil für den Weltmeister.

Nach der vierten Sonderprüfung führt Sebastien Ogier (Volkswagen) mit einem Vorsprung von 8,5 Sekunden auf den Hyundai-Piloten Thierry Neuville. Der Belgier klagte ebenfalls über den Staub, der ihm die Sicht raubte: „Es ist fürchterlich, man kann die Kurven überhaupt nicht sehen. Es ist für uns wirklich gefährlich, bei diesen Bedingungen zu fahren. Aber was will man machen?"

Mads Östberg (Citroen) belegt derzeit den dritten Rang, ihn trennen jedoch schon 11,4 Sekunden von Neuville. Hinter Östberg folgen Mikko Hirvonen und Andreas Mikkelsen und Robert Kubica. Jari-Matti Latvala findet sich auf dem siebenten Rang. Er klagt über Probleme mit seinem Polo WRC: "Das Auto lässt sich heute nicht gut fahren, ich habe große Probleme. Irgendetwas stimmt nicht, aber ich habe keine Ahnung was", klagt der Finne. In der Gesamtwertung hat er schon 24,2 Sekunden Rückstand auf Ogier und sieht damit seine mathematisch verbleibende WM-Chance schwinden.

Der Spanier Dani Sordo (Hyundai), Elfyn Evans (M-Sport Ford), und Martin Prokop (Fiesta WRC) komplettieren die Top-Ten. Heute stehen noch drei Sonderprüfungen am Programm.

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