RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Stohl auf Podest-Kurs

Sebastian Vollack musste auf SP 8 aufgeben, für Paasonen und Stohl gab es Probleme, Stohl liegt dennoch auf gutem 3. Gruppe N-Zwischenrang.

Es war der erwartet schwere erste Tag bei der „CTi Movil Rally Argentina“. Dennoch begann es vielversprechend. Jani Paasonen führte von der ersten Wertungsprüfung weg die PWRC-Wertung an. Und auch Manfred Stohl holte nach Rhythmusschwierigkeiten auf SP 3 daraufhin Sekunde um Sekunde auf.

Leider verließ am Ende des ersten Tages das OMV World Rallye Team das Glück: Jani Paasonen brach auf SP 8 der Querlenker, Vollak schied auf der selben Sonderprüfung aus und Stohl fuhr auf SP 9 mehrere Kilometer im dichten Staub von Toshihiro Arai (Subaru) wodurch er fast eine Minute verlor.

Der Ärger war Manfred Stohl im Service anzusehen. „Da kämpfst du den ganzen Tag um jede Sekunde und dann ist auf einer Sonderprüfung alles weg. Nur weil einige Herren nicht verstehen wollen, dass man auch in der PWRC ein Zwei-Minuten- Startintervall braucht. Bei diesen trockenen Verhältnissen stehen die Staubfahnen des Vordermannes schon fast eine Minute in der Luft“, zeigte sich der OMV-Pilot schwer enttäuscht. Dennoch liegt der 32 Jahre alte Wiener im Plan. Nach dem ersten Tag rangiert er auf dem hervorragenden zweiten Platz der PWRC, in der Gruppe N bedeutet dies den dritten Rang. Doch die 50 Sekunden Zeitrückstand auf Lokalmatador Marcos Ligato werden schwer aufzuholen sein.

Bis Sonderprüfung 7 war für Jani Paasonen die Welt noch in Ordnung. Der finnische OMV-Pilot verteidigte mit viel taktischem Geschick die Führung, die er seit der Superstage am Donnerstagabend innehatte.

Plötzlich brach gegen Ende von SP 8 der Querlenker rechts hinten. Paasonen musste die restlichen zwei Wertungsprüfungen bis zum Service im „Langsam-Gang“ bestreiten. Dadurch verlor er die Führung und fiel auf den fünften PWRC-Rang zurück.

Paasonen: „Ich bin mir sicher, dass wir nirgends angeschlagen haben. Aber die Strecken sind so hart, dass dir so etwas passieren kann. Glücklicherweise sind wir noch ins Service gekommen und blieben damit in der Wertung. Ich bin überzeugt, dass auch andere noch ihre Probleme bekommen werden.“

Zu Ende ist die Argentinien-Rallye hingegen für Sebastian Vollak. Nachdem der OMV-Rookie bereits auf SP 3 an einen Stein anschlug und die hintere Radaufhängung beschädigte, konnte dies im Service noch notdürftig repariert werden.

Das Aus kam auf SP 8, als die Aufhängungen dem Druck nicht mehr standhielten. Vollak: „Sehr schade, aber für Argentinien brauchst du enorm viel Erfahrung. Da bist du als Neuling schon sehr gefordert. Ich habe das Lehrgeld bezahlt. Jetzt hoffe ich, dass wir den Mitsubishi wieder flott bekommen, dann kann ich am Samstag oder Sonntag wieder starten und wertvolle Kilometer sammeln.“

Zwischenergebnis in der PWRC nach 12 von 26 Sonderprüfungen

1. Marcos Ligato/Diego Culetto (Arg) Subaru Impreza +2:11:45,7
2. Manfred Stohl/Ilka Minor (Ö) Mitsubishi Evo VII +50,7 Sek.
3. Gianluigi Galli/Guido D’amore (Ita) Mitsubishi. Evo VII +56,5 Sek.
4. Dani Sola/Xavier Amigo (Spa) Mitsubishi Evo VII +1:00,6 Min.
5. Jani Paasonen/Jani Vainikka (Fin) Mitsubishi Evo VII 1:45,8 Min.
6. Nasser Attiyah/Patterson (Quatar) Subaru Impreza +4:38,0 Min.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Argentinien

- special features -

Weitere Artikel:

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ARC, ET König Rallye: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger jagt vierten Saisonsieg

Nach dem dem erfolgreichen Debüt in der Junior-Rallye-Europameisterschaft peilt Marcel Neulinger beim vierten Lauf zur TEC7 ORM in der Steiermark den vierten Saisonsieg an!

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg