MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Lewis Hamilton 2017 nicht zu schlagen?

Wer kann Lewis Hamilton nach dem Rücktritt von Nico Rosberg das Wasser reichen? Formel-1-Geschäftsführer Ecclestone glaubt: Keiner!

Noch ist unklar, wer die Nachfolge von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg bei Mercedes und somit als Teamkollege von Lewis Hamilton antreten wird, aber für Bernie Ecclestone steht eines fest: Egal, wer das Cockpit erbt, gegen Hamilton werde er keine Chance haben. "Niemand wird Lewis schlagen", ist sich der Geschäftsführer der Rennserie im Interview mit Sky Sports News sicher.

Ecclestone geht auch fest davon aus, dass Mercedes abermals die Herstellerwertung für sich entscheiden wird - ungeachtet der Regeländerungen, mit denen die Meisterschaft ab 2017 eigentlich wieder spannender werden sollte. Der 86jährige hofft aber, dass Hamilton einen starken Teamkollegen bekommt. Das wäre nicht nur für den Briten, sondern auch Mercedes und die Formel-1-WM an sich wichtig.

"Ich denke, niemand will Eintrittskarten kaufen oder den Fernseher einschalten, um zu sehen, wie Lewis an der Spitze verschwindet und die anderen Fahrer möglicherweise auch noch mehrere Male überrundet", sagte Chefvermarkter Ecclestone mit Blick auf das Zuschauerinteresse an der Formel-1-WM. "Das wäre schlecht für jeden und auch schlecht für Lewis, weil ich glaube, dass er fair gewinnen und sich mit anderen messen will."

Genau darin könnte die Krux liegen, denn wie lange würde Hamilton unter solchen Voraussetzungen noch Lust am Siegen verspüren? Renault-Pilot Jolyon Palmer glaubt: "So lange er motiviert ist, wird er auch stark sein." Zwar sei der Mercedes-Pilot in einer guten Ausgangsposition für die kommende Saison, doch wie lange er das Geschehen noch bestimmen wird, vermag auch Palmer nicht zu sagen.

"Er genießt das Leben abseits der Strecke weitaus mehr als viele andere Fahrer", gab er im Interview mit BBC Sport zu bedenken. "Im Moment ist er sehr konkurrenzfähig und in der Lage, die Formel 1 mit seinem doch sehr aufwändigen Lebensstil zu vereinbaren." Zugleich hänge der Erfolg von vielen weiteren Faktoren ab: Wie ist die Chemie im Team, wie gut ist und bleibt das Auto, das Mercedes ihm bereitstellt?

Dennoch hegt zumindest Ecclestone Zweifel daran, dass jemand Hamilton wirklich herausfordern können wird. Ein oder zwei Fahrer könnten vielleicht eine Leistung auf ähnlichem Niveau wie der dreifache Weltmeister zeigen – damit, dass sie imstande sind, ihn auch zu besiegen, rechnet der Brite aber nicht. Bereits in der Saison 2016 hat Hamilton die meisten Siege eingeheimst, den WM-Titel aber letztlich dennoch an seinen Teamkollegen verloren.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

F1-Pause: Wer profitiert

Neue Formel-1-WM ab Miami?

Die Formel 1 macht zwischen den Rennen in Japan und Miami eine fünfwöchige Pause: Welche Teams am meisten profitieren - und welche Teams darunter leiden

Max Verstappen steckt bei Red Bull in der Krise, während Mercedes die Formel 1 nach Belieben dominiert - Experte Jolyon Palmer sieht einen Wechsel nahen

DTM 2026: Starterfeld

DTM: Starterfeld mit 21 Autos steht

Die DTM hat das Starterfeld für 2026 mit 21 Autos präsentiert: Welche Fahrer dabei sind, welche Stars fehlen und wieso das Feld etwas kleiner ausfällt als im Vorjahr

Rallycross, Melk: Vorschau

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit den Rennen auf dem Wachauring startet eine mit Spannung erwartete Rallycross-Saison. 100 Rennautos haben ihre Nennung für das Rennen in Melk abgegeben – insgesamt werden Pilotinnen und Piloten aus sechs Nationen an der Startlinie stehen.

Toto Wolff gingen die Streitigkeiten zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg 2016 zu weit, sodass er beide Fahrer kurzzeitig freistellte und eine Warnung aussprach