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Der Joker

Trotz des frühen Ausfalls mit dem Topauto des Lechner-Teams endeten die 24 Stunden von Bahrain für Richard Lietz mit einem Erfolgserlebnis.

Fotos: www.poleposition.at, Lechner Racing

Den vorweihnachtlichen Ausflug in die Wüste kann Richard Lietz nur unter dem Motto "Erfahrung gesammelt" abhaken. In der sechsten Stunde wurde der Lechner Racing School-Porsche von Richard Lietz(A)/Christian Menzel(D)/Klaus Graf(D)/Jäger(D) mit Richard Lietz am Steuer in den Unfall eines Hinterbänklers verwickelt. Der rote 997 drehte sich, eine Kollision war nicht zu vermeiden. Das Fahrzeug wurde dabei so stark beschädigt, dass eine Reparatur unmöglich war.

Bis zum Crash war es für die österreichische Mannschaft hervorragend gelaufen: Das Spitzenauto mit den europäischen Rennprofis war je nach den anfallenden Boxenstopps auf den ersten drei Rängen zu finden gewesen und hatte sogar das Feld angeführt. Beim Unfall hatte die Lechner-Mannschaft Glück im Unglück: Richard Lietz überstand den heftigen Einschlag unverletzt.

So blieb dem Ybbsitzer nur noch der Einsatz als Joker im "Scheich-Auto" (natürlich mit der Startnummer 1). Obwohl man in der Anfangsphase nach zahlreichen Reparaturen viele Runden verloren hatte, gab die Lechner-Crew nicht auf: Mit großem Kampfgeist wurde das Auto über die Distanz gebracht – Gesamtrang 6 und Klassensieg im Porsche GT3 Cup gemeinsam mit Salman Bin Isa Al Khalifa, Fahad Al Musalam, Hamad Ahmad Al Fardan und Rashid Salman Al Khalifa!

"Der Einsatz hat sich gelohnt, wir haben trotz aller Schwierigkeiten nie aufgesteckt", freute sich Teamchef Walter Lechner nach dem Zieleinlauf. Dies umso mehr, da der Klassensieg in Bahrain fast als eine "Staatsaffäre" gefeiert wurde - die Scheichs Salman Isa Al-Khalifa und Salman Rashid Al-Khalifa sind Mitglieder des Königshauses.

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