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DTM: News

Berger: DTM ist nicht in der Krise

DTM-Chef Gerhard Berger sieht die Serie nach dem Mercedes-Ausstieg nicht in der Krise und ist zuversichtlich, neue Hersteller in die DTM zu locken.

Foto: DTM

So hatte sich Gerhard Berger seine Arbeit in der DTM wohl nicht vorgestellt: Seit März ist er als Vorstandsvorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR im Amt und hat alle Hände voll zu tun. Geprägt wurde seine sechsmonatige Amtszeit durch Diskussionen um die umstrittenen Performance-Gewichte und den überraschenden Mercedes-Ausstieg nach der Saison 2018.

"Es ist natürlich keine erfreuliche Nachricht", sagt Gerhard Berger in der ARD über den Mercedes-Ausstieg. Er sehe es vielmehr als "Herausforderung", die Zukunft der deutschen Tourenwagenserie ab 2019 ohne die Teilnahme der Stuttgarter zu gestalten.

"Wir wissen, wie stark diese Plattform ist. Vielleicht ist es gut, dass es gerade so gut läuft und so eine Nachricht gerade zu diesem Zeitpunkt verkraftbar ist", so der ehemaliger Formel-1-Fahrer.

2018 gehe wie gewohnt über die Bühne, so der Österreicher: "Alle drei Hersteller sind wie gehabt dabei. Ab 2019 waren wir sowieso gefordert, die DTM neu auszurichten, und daran arbeiten wir." Für die Saison 2019 soll ein neues Reglement mit neuen Motoren eingeführt werden, und daran wird hinter den Kulissen gefeilt.

Der DTM-Chef ist zuversichtlich, dass neue Hersteller den Weg in die DTM finden und so die Zukunft der Rennserie langfristig stabilisieren. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir weitere Hersteller in dieser Serie sehen werden und dass die DTM genauso weiterlaufen wird, wie sie auch mit Mercedes gelaufen ist - sie wird auch ohne Mercedes weiterleben", sagt Berger, der sich auch eine DTM mit zwei Marken vorstellen kann.

Ob ein Hersteller aus Europa, Japan oder Amerika "zu uns kommt, werden wir sehen", so der Onkel von DTM-Pilot Lucas Auer weiter. Die DTM biete eine attraktive Marketing-Plattform für die Automobilkonzerne weltweit. Und auch die Zuschauerzahlen können sich sehen lassen, sagt er: "Es gibt, vor allem in Deutschland, keine andere Plattform außer der Formel 1, die so viele Leute erreicht. Wir haben jedes Wochenende bis zu zwei Millionen Fernsehzuschauer und auch vor Ort bis zu 100.000 Fans auf den Tribünen."

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