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WEC: Le Mans

Trummer: „Seltsame Ansichten von Toyota“

Toyota schiebt Simon Trummer (Manor) die Schuld an der Kollision mit Nicolas Lapierre (Toyota) in die Schuhe: Schweizer ist ob der Anschuldigungen entsetzt.

Die 24 Stunden von Le Mans 2017 bieten wieder einmal mehr als genug Gesprächsstoff für die kommenden zwölf Monate, also bis zum Start der 86. Auflage des Langstreckenklassikers. Die Ausfälle der LMP1-Teams, das hohe Tempo der LMP2 und der packende Kampf der GTE-Autos ließen die Herzen der Motorsportfans höher schlagen. Einen erhöhten Puls hat hingeben Simon Trummer aus einem anderen Grund. Der Manor-Pilot fühlt sich von Toyota unfair behandelt.

Der Schweizer war in der Nacht auf der Zufahrt zur Dunlop-Schikane mit dem Toyota von Nicolas Lapierre kollidiert. Trummer flog nach dem Kontakt wild durch das Kiesbett und schlug hart in die Barrieren, Prellungen und eine Verletzung am Fuß waren die Folge. Lapierre versuchte seinen beschädigten TS050 noch in die Garage zu retten, aber auch für das Fahrzeug mit der Nummer 9 war das Rennen vorzeitig beendet.

"Die Situation war aus meiner Sicht ganz anders, als sie Toyota später dargestellt hat", erklärt Trummer. "Ich bin ganz normal weit links außen in den schnellen Rechtsbogen gefahren, bin anschließend dort links geblieben, weil auf der rechten Seite einige Autos aus der Boxengasse kamen. Plötzlich sehe ich im Augenwinkel etwas Weißes. Es war der Toyota, der mich seitlich getroffen hat. Ich hatte keine Chance und bin wirklich heftig eingeschlagen."



Toyota verdrehte die Tatsachen in einer späteren Presseaussendung. "Unser Auto wurde auf der Zufahrt zur ersten Kurve von einem LMP2-Fahrzeug getroffen", heißt es von den Japanern. Nicolas Lapierre wird zitiert mit den Worten: "Das LMP2-Auto war am Ende der Start-Ziel-Geraden direkt hinter mir, dann begann bei uns das normale Benzinsparen. Ich schätze, er wurde davon überrascht. Er ist mir ins Heck gefahren, das war es dann für uns."

"Das stimmt keinesfalls", betont Trummer. Die Rennleitung schaute sich die Entstehungsgeschichte genau an und urteilte schließlich mit der schlichten Aussage "Rennunfall". Eine Schuld beim Manor-Piloten erkannte man nicht. Mehrere Beobachter im Fahrerlager schütteln angesichts der Geschichte mit dem Kopf. Es gebe am Heck des Toyota mit der Startnummer 9 keinerlei Beschädigungen, heißt es. "Also ist wohl klar, dass ich ihm keinesfalls hinten drauf gefahren bin. Die Story stimmt so einfach nicht", sagt Trummer.

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