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WEC: News

GTE-Pro-Aufwertung mittels Sprintrennen?

FIA und ACO wollen der GTE Pro ab 2018 mehr Sichtbarkeit im Rahmen der WEC verleihen - Ein 60-minütiges Sprintrennen am Samstag könnte dazu beitragen.

Während die LMP1-Hybridklasse noch immer in eine unsichere Zukunft steuert, kann sich die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) vor Interessenten an der GT-Klasse kaum retten. Nachdem die GTE Pro jahrelang ein Drei-Marken-Pokal aus Porsche, Aston Martin und Ferrari gewesen ist, stieß im vergangenen Jahr Ford dazu. 2018 wird BMW werksseitig einsteigen, für 2019 haben außerdem Lamborghini und McLaren Interesse an einem Engagement angemeldet. In Le Mans stößt regelmäßig Corvette hinzu.

Trotzdem liegt der öffentliche Fokus bei der WEC ganz klar auf den 1.000-PS-Raketen aus der LMP1-Kategorie, während die GTE Pro eher ein Schattendasein führt. Das wollen FIA und ACO nun ändern: Die GTE Pro solle mehr ins Rampenlicht gehoben werden, verkündete der FIA-Langstreckenbeauftragte Lindsay Owen-Jones auf einer Pressekonferenz in Silverstone. Konkrete Maßnahmen nannte er damals noch nicht.

Etwas auskunftsfreudiger ist WEC-Chef Gerard Neveu, der die Idee eines Qualifikationsrennens gegenüber Autosport ausspricht: "Wir denken über die Idee eines Sprintrennens für die GTE-Kategorie am Samstag nach. Das könnte ziemlich interessant sein. Aber das ist erst einmal nur eine Idee und wir müssen dabei mit der FIA zusammenarbeiten."

Es gibt zahlreiche Hürden zu meistern. Etwa, welcher Fahrer das Rennen fährt, oder ob mehrere Fahrer fahren. Bei einer anvisierten Renndistanz von 60 Minuten wäre beides möglich. Wenn ja, welche? Und wie werden Punkte verteilt? Auch auf kommerzieller Seite müssten neue Verträge geschmiedet werden, etwa bei der TV-Verbreitung. Das MAC3-Herstellerzeitfahren der WTCC kommt beispielsweise in der Öffentlichkeit mangels TV-Übertragung so gut wie gar nicht an.

Neveu gibt zu, dass es noch keine klaren Antworten auf diese Frage gäbe. Sicher ist bislang nur, dass die Hersteller der Idee offen gegenüber stehen. Porsche-GT-Chef Frank-Steffen Walliser gehen diese Schritte aber noch nicht weit genug. "Wir dürfen nicht vergessen, dass es in dieser Meisterschaft nicht bloß um die 24 Stunden von Le Mans geht", mahnt er den ACO, der bislang die WEC eher als Botschafterin für sein eigenes Rennen betrachtet statt Le Mans als Teil der WEC zu sehen.

Die Idee nach Sprintrennen als Qualififkation für die 6-Stunden-Rennen am Sonntag in der Langstrecken-Weltmeisterschaft ist nicht neu. Nissan-Marketingchef Darren Cox brachte die Idee bereits einmal für die LMP1-Klasse ins Spiel. Nach dem Nissan-Rückzug verschwand dieser Vorschlag allerdings vorerst in der Schublade. Bis er nun wieder ausgegraben wurde.

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