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WEC: 24 Stunden von Le Mans

"Beurteilt uns bitte erst nach dem Stint des ersten Piloten"

Der radikale, von manchen belächelte Nissan-LMP1 mit Frontantrieb muss ohne Quali-Pneus auskommen, soll am Grid dennoch „vor den LMP2“ stehen…

Foto: Nissan

Nissan-Motorsportchef Darren Cox ist sicher, dass sich die radikalen, frontangetriebenen LMP1-Autos des japanischen Herstellers bei den 24 Stunden von Le Mans locker vor den Fahrzeugen der LMP2-Klasse qualifizieren werden.

Trotz der Verzögerungen bei dem Projekt und der Herabstufung des Hybridsystems des GT-R LM in die 2-Megajoule-Klasse werde das Auto "deutlich schneller" als die LMP2-Autos sein.

"Was sind die im vergangenen Jahr im Qualifying gefahren, eine 3:37? Da werden wir deutlich schneller sein", sagt Cox. "Es gab in den sozialen Netzwerken viele Vorhersagen, die völlig falsch sind. Unsere Simulation hat uns eine Zeit verraten, aber das ist keine Ziel, weshalb wir sie nicht nennen werden."

Cox erklärte, dass Nissan beim Testtag am Samstag, wo der GT-R LM zum ersten Mal auf seine Rivalen trifft, keine Qualifying-Versuche fahren werde. "Wir werden keine Qualifying-Runde fahren, denn dafür haben wir weder die Zeit, noch die Reifen", sagt er.

Denn aufgrund der Verzögerungen im Programm habe Nissan zusammen mit Reifenlieferant Michelin keinen speziellen Qualifying-Reifen entwickelt.

"Wir haben für das erste Jahr einen guten Reifen, der zu unserem Auto passt. Wir haben keine Reifen, die nur zwei Runden halten und zwei Sekunden bringen. Wir haben Reifen, die vier Stints halten", erklärt Cox.

Ein Urteil über Nissan solle man daher erst nach den ersten Stunden des Rennens fällen. "Beurteilt uns nach dem Stint des ersten Fahrers, mit anderen Worten also dann, wenn wir zwei- oder dreimal nachgetankt und die Reifen gewechselt haben", bitte Cox.

Am Donnerstag hatte Nissan auf eine Flugplatz in der Nähe von Le Mans mit zwei der drei GT-R LM, die völlig neu aufgebaut worden waren, ein Rollout durchgeführt.

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