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WEC: 24 Stunden von Le Mans Kazuki Nakajima, Toyota TS040 LMP1, Spa-Francorchamps, WEC 2015

Toyota: Startfreigabe für Nakajima

Toyota geht bei den 24h von Le Mans in geplanter Besetzung an den Start: Kazuki Nakajima hat nach dem Vortest nun die Freigabe erhalten.

Obwohl sich Kazuki Nakajima Anfang Mai bei einem Trainingsunfall in Spa-Francorchamps einen Rückenwirbel gebrochen hat, wird der Japaner das 24h-Rennen in Le Mans fahren können. Die Verletzung ist gut verheilt, was nicht zuletzt ein problemloser Einsatz beim Testtag am vergangenen Sonntag gezeigt hat.

Nakajima wird sich daher wie geplant den TS040 mit der Startnummer 1 mit den amtierenden WEC-Champions Sébastien Buemi und Anthony Davidson teilen. Ersatzfahrer Kamui Kobayashi, der beim Testtag ebenfalls zum Einsatz gekommen war, bleibt nur die Rolle des Zuschauers. Das Auto mit der Startnummer 2 wird von Mike Conway, Stéphane Sarrazin und Alexander Wurz gefahren.

"Allem voran, und da spreche ich für das gesamte Team, sind wir sehr happy, dass Kazuki wieder genesen ist und mit uns in Le Mans an den Start gehen kann", sagt Teampräsident Toshio Sato. "Das unterstreicht seine Einstellung und seine Entschlossenheit. Nun ist unsere Mannschaft wieder komplett, und wir können die Herausforderung Le Mans geschlossen angehen. Wir bereiten uns seit fast einem Jahr auf Le Mans vor, wir sind nun bereit und motiviert."

Gelingt im 17. Anlauf der Sieg?

Im 17. Anlauf will Toyota endlich das lang ersehnte Ziel erreichen und zum ersten Mal die 24 Stunden von Le Mans gewinnen, doch das wird nicht einfach, denn bei den ersten beiden Saisonrennen der Langstrecken-WM war man der Konkurrenz von Audi und Porsche unterlegen. "Die ersten beiden Rennen liefen nicht nach Wunsch, das Team musste in Köln viel Arbeit investieren, um das Optimum aus unserer Le-Mans-Version zu holen", gibt Sato zu.

"Das war ein ziemlicher Aufwand, und wir hoffen, dass sich das in Le Mans auszahlen wird. Wir gehen in Le Mans nicht als Favoriten an den Start, das ändert aber weder etwas an unserer Zielsetzung noch an unserer Einstellung. Wir werden im Rennen alles geben, Fehler vermeiden und wollen so wenig Zeit wie möglich an den Boxen verbringen", so der Teamchef. "Ich glaube, dass wir mit dieser Herangehensweise an der Spitze mitfahren können. Im Motorsport gibt es keine Garantien, doch wir denken, dass wir gut vorbereitet sind, und ich hoffe, dass wir das im Rennen auch werden zeigen können."

Die Stimmen der Toyota-Fahrer

Kazuki Nakajima: "Meinen ersten Sieg habe ich in dieser Saison bereits errungen, nämlich rechtzeitig für Le Mans wieder einsatzfähig zu sein. Ich möchte den Ärzten in Verviers und Nizza herzlichst danken, auch dem Team von Physiotherapeuten, die ein wahres Wunder vollbrachten und mich rechtzeitig für Le Mans fit bekamen. Ohne ihre unermüdliche Arbeit hätte ich das nicht geschafft. Im Vorjahr fuhr ich die Pole Position heraus, was zwar ein besonderes Erlebnis war, aber eben nicht mein Ziel ist. Das bleibt natürlich ein Sieg. Bislang gelang uns der leider nicht, also bleibt dies zu erreichen natürlich mein Traum, auch wenn klar ist, dass es dieses mal schwierig werden dürfte. Alle sind sehr motiviert und positiv eingestellt. Wir haben noch vom Vorjahr vor Augen, dass es in Le Mans keine Gewissheit gibt, also hoffen wir, dass uns eine Überraschung gelingt."

Anthony Davidson: "Ich bin dieses Jahr absolut bereit für Le Mans. Ich denke im Vorjahr die Weltmeisterschaft gewonnen zu haben, ist dabei eine große Hilfe, denn ich habe im Langstreckensport etwas erreicht. Das bedeutete nicht nur mir sehr viel, sondern auch dem gesamten Team. Natürlich will man eines Tage mal alles gewonnen haben und ein Sieg in Le Mans ist etwas, dass ich unbedingt in meinem Lebenslauf haben will. Eine Herausforderung, die ich bewältigen will. Es ist ein kniffliges Rennen, bei dem man nichts so richtig unter Kontrolle hat, man kann es nicht einfach durchplanen und dann erwarten, dass alles einfach rund läuft. Entweder es klappt alles, oder eben nicht. Leider fehlte mir immer das nötige Glück um zu siegen. In diesem Jahr reise ich viel entspannter nach Le Mans, wir sind diesmal die Underdogs und vielleicht spielt uns genau das in die Hände."

Sébastien Buemi: "Le Mans ist immer ein besonderer Moment in der Saison, Teil dieses einzigartigen Rennens zu sein, hat etwas Magisches. Der Start zu diesem Rennen ist für mich stets ein ganz besonderer Moment, da fließt das Adrenalin und dir wird so richtig bewusst, dass du jetzt in Le Mans ein Rennen fährst. Da kommen so viele Emotionen hoch. In diesem Jahr sind wir in der Rolle der Underdogs, diese Herausforderung müssen wir annehmen und daraus das Beste machen. Alle arbeiten emsig daran den Rückstand auf unsere Rivalen zu reduzieren, doch Le Mans ist als Rennen unvergleichlich, da kann so vieles passieren. Wir hoffen, dass wir vorn an der Spitze mit dabei sein werden, wenn am Ende die schwarz-weiß-karierte Flagge geschwenkt wird. Es ist eine lange Woche und ein langes Rennen, schauen wir mal, was passiert."

Alexander Wurz: "Nun steht Le Mans endlich bevor, dies ist der Moment auf den wir ein Jahr lange hin gearbeitet haben. Es ist das Hauptaugenmerk unserer Rennsaison und natürlich ein unglaublich cooler Event mit all seiner Historie. Ich bin oft genug in Le Mans angetreten um sagen zu können, dass dies ein Rennen ist, das stets voller Überraschungen steckt. Man kann einfach nichts als gegeben voraussetzen. Am wichtigsten ist, dass wir uns auf jene Dinge konzentrieren, die wir beeinflussen können: Die richtige Abstimmung für unser Auto finden, die richtige Strategie parat haben und keine Fehler machen. In diesem Jahr mögen wir, im Gegensatz zum Vorjahr, vielleicht nicht als Favoriten antreten, doch das Rennen ist lang, gewaltig und brutal. Wir werden ja sehen, wer am Ende nach 24 Stunden wo steht."

Stéphane Sarrazin: "Le Mans ist ein unglaubliches, legendäres Rennen, für mich das Highlight des Jahres. Die Atmosphäre und die Fans sind überwältigend. Wenn ich in der Startaufstellung stehe und all die Zuschauern auf den Tribünen sehe – manche rufen meinen Namen, die französischen Flaggen wehen – das ist schon etwas ganz Besonderes. Ich kann es kaum glauben, dass ich bereits zum vierten Mal mit Toyota in Le Mans antrete. Mir ist fast so, als sei unser erstes gemeinsames Rennen gestern gewesen! Le Mans zu gewinnen war schon immer mein Ziel und mein Wunsch wäre, dass es 2015 gelingt. Alle geben ihr Bestes und wir werden alles geben, am Ende werden wir sehen, was uns Le Mans beschert."

Mike Conway: "Ich habe Le Mans bislang erst einmal erlebt, aber schon da wurde mir klar, welch cooles Event das ist und wie einzigartige die Atmosphäre hier ist. In der Woche vor dem Rennen merkt man, wie es immer geschäftiger wird und sich die Spannung vor diesem großen Rennen aufbaut. Wenn man ein Teil davon ist, ist das umso mehr etwas ganz besonderes. Die einzige vergleichbare Veranstaltung, an der ich teilgenommen habe, waren die 500 Meilen von Indianapolis. Das Rennen selbst ist lang und zermürbend, aber erst wenn man im Auto sitzt, da fühlt man sich so richtig in Fahrt. Ich arbeite hart an meiner Fitness, also fühle ich mich bereit und freue mich auf die Herausforderung. Wir sind ein starkes Team und ich weiß, dass jeder einzelne sein Bestes gegeben hat, damit wir hier gut vorbereitet antreten können. Ich kann den Start nun kaum noch erwarten."

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